Stärkere Booster für die Ariane 6
Die europäische Trägerrakete Ariane 6 ist am Nachmittag mit neuen, leistungsstärkeren Boostern vom europäischen Weltraumbahnhof in Kourou (Französisch-Guayana) abgehoben. An Bord befinden sich 36 Satelliten des US-Konzerns Amazon. Dies ist der erste Flug der Rakete mit den verbesserten P160C-Feststoffboostern, die mehr Schub liefern als die bisher verwendeten P120C-Modelle.
Flexible Rakete für unterschiedliche Missionen
Die Ariane 6, Nachfolgerin der Ariane 5, kann je nach Mission mit zwei oder vier Feststoff-Boostern ausgestattet werden. Die neuen P160C-Booster transportieren mehr Festtreibstoff und erhöhen die Leistungsfähigkeit der Rakete erheblich. Erstmals im Sommer 2024 gestartet, soll die Ariane 6 kommerzielle und öffentliche Satelliten ins All bringen und ist laut Europäischer Weltraumorganisation (ESA) deutlich kostengünstiger als ihr Vorgängermodell.
Europäische Zusammenarbeit
Am Bau der Ariane 6 waren über ein Dutzend Länder beteiligt. Die Oberstufe wurde in Bremen montiert, die Tanks der Oberstufe und Teile des Triebwerks stammen aus Augsburg beziehungsweise Ottobrunn. Im baden-württembergischen Lampoldshausen wurde das Vinci-Triebwerk getestet. Deutschland ist nach Frankreich der zweitwichtigste Geldgeber unter den ESA-Staaten und hat rund 20 Prozent der Kosten von etwa vier Milliarden Euro übernommen.



