Die Crew der Mondmission „Artemis 2“ hat sich persönlich bei den Ingenieuren in Deutschland und Europa bedankt. Bei einem Besuch bei Airbus in Bremen sagte der US-Astronaut Victor Glover, man habe der Arbeit der Ingenieure sein Leben anvertraut. Sein kanadischer Kollege Jeremy Hansen betonte: „Wir haben diese Mission gemacht und sind gesund zurückgekehrt“ – das zeige eindrucksvoll, was alle hier geleistet hätten.
Sicherheit der Rückkehr als oberstes Ziel
Das wichtigste sei eine sichere Rückkehr zu den Familien gewesen. „Sie haben das möglich gemacht“, sagte Hansen und bedankte sich im Namen der Crew „aus tiefstem Herzen“. Die Astronauten der Artemis-Mondmissionen reisen an Bord einer „Orion“-Kapsel. Das dort angedockte Servicemodul ESM (European Service Module) für die Versorgung mit Sauerstoff, Wasser, Strom und für den Antrieb der Raumkapsel wird im Bremer Airbus-Werk gebaut.
Erfolgreiche Mondumrundung im April
Glover und Hansen hatten gemeinsam mit Reid Wiseman und Christina Koch im April die Mondmission „Artemis 2“ erfolgreich absolviert. Die vier Astronauten umrundeten den Mond einmal und entfernten sich weiter von der Erde als je ein Mensch zuvor. Erstmals seit mehr als 50 Jahren waren wieder Menschen in der Nähe des Mondes – der letzte bemannte Flug zum Erdtrabanten war „Apollo 17“ im Jahr 1972.
Der Besuch in Bremen unterstreicht die enge transatlantische Zusammenarbeit in der Raumfahrt. Ohne die europäische Technik, so die Astronauten, hätte der Flug um den Mond nicht stattgefunden. Die Anerkennung der Crew gilt insbesondere den Ingenieuren, die das Servicemodul entwickelten und bauten, das für die Lebenserhaltung und den Antrieb der Kapsel unverzichtbar ist.



