Fristlose Kündigung nach Spiegel-Selfies
Berlin – Für Reality-Star und Fitness-Influencerin Edda Pilz (25) endete die Mitgliedschaft im Fitnessstudio John Reed in Berlin-Friedrichshain abrupt. Das Unternehmen kündigte ihr fristlos und erteilte ihr Hausverbot für alle Filialen der Kette. Sollte Pilz dennoch ein Studio betreten, droht eine Vertragsstrafe von 250.000 Euro. Das bestätigte John Reed gegenüber RTL und BILD.
Pilz, die auf Instagram rund 553.000 Follower zählt, zeigte sich in einem Video weinend im Auto und schrieb: „Willkommen in Deutschland, wo du aus Neid von einer anderen Frau fristlos im Gym gekündigt wirst, weil sie getriggert von deinen Spiegelbildern war. Danke, John Reed.“ Sie vermutet Neid als Motiv. Intern sei ihr mitgeteilt worden, dass nach Gründen gesucht wurde, um die Kündigung auszusprechen.
Hausordnung verbietet Aufnahmen ohne Genehmigung
John Reed erklärte auf Nachfrage: „Wir können bestätigen, dass Edda Pilz fristlos gekündigt wurde. Sie hat mehrfach gegen unsere Hausordnung verstoßen und wurde im Vorfeld bereits abgemahnt.“ Konkrete Verstöße nannte das Unternehmen nicht. Die Hausordnung der RSG Group, zu der John Reed gehört, schreibt vor: Andere Mitglieder dürfen auf Aufnahmen nicht erkennbar sein – auch nicht im Spiegel. Für Social-Media-Inhalte ist eine schriftliche Genehmigung erforderlich. Ob Pilz eine solche hatte, ließ sie offen.
In den vergangenen vier Jahren hatte Pilz regelmäßig Trainingsvideos und Selfies im Studio aufgenommen. Andere Sportler seien dabei oft im Spiegel zu sehen gewesen, kritisieren Nutzer. Eine Instagram-Userin kommentierte: „Zur Wahrheit gehört, dass du ohne Rücksicht auf andere filmst, weil dir Content wichtiger ist als deine Mitmenschen.“ Pilz wehrte sich: Sie habe stets versucht, andere nicht aufzunehmen, und Clips gelöscht, wenn jemand das wünschte.
Bereits früherer Vorfall am Flughafen
Erst vor wenigen Wochen sorgte Edda Pilz für Schlagzeilen, als ihr am Berliner Flughafen wegen kurzer Sporthose und Sport-BH das Boarding bei Lufthansa verweigert wurde. Die Airline erklärte: „Lufthansa erwartet eine Kleidung, die dem Charakter einer öffentlichen Reise entspricht und das Wohl anderer nicht beeinträchtigt.“ Pilz fühlte sich daraufhin „wie ein Mensch zweiter Klasse“.
Nun sucht die Influencerin ein neues Fitnessstudio. Die Kündigung und das Hausverbot bei John Reed bleiben bestehen. Bei Verstoß droht die sechsstellige Vertragsstrafe.



