Tom Holland (30) ist derzeit in gleich zwei großen Kinofilmen zu sehen: In „Spider-Man: Brand New Day“ schlüpft er erneut in die Rolle des Marvel-Helden, in Christopher Nolans „Odyssey“ spielt er Telemachos. Doch abseits der Leinwand hat der britische Schauspieler eine ganz besondere Leidenschaft: den Fußball. Genauer gesagt ist er ein großer Fan des Premier-League-Klubs Tottenham Hotspur – und das aus einem sehr persönlichen Grund.
Die Geschichte hinter seiner Klub-Wahl
Tom Holland hat drei jüngere Brüder: Sam, Paddy und Harry. In der Familie wird Fußball großgeschrieben, doch die Lager sind geteilt. Während Sam und Paddy den Ligakonkurrenten Arsenal London unterstützen, fiebert Harry mit Tottenham mit. Um Harry nicht allein zu lassen, entschied sich Tom ebenfalls für die Spurs. „Als ich mich dann entschied, mich für Fußball zu interessieren, wollte ich Harry nicht allein lassen“, erklärte er im Podcast „The Dish“ und ergänzte: „Also entschied ich mich für Tottenham.“
Die Rivalität zwischen Arsenal und Tottenham ist legendär. Die beiden Vereine aus dem Norden Londons liefern sich seit Jahrzehnten packende Duelle im sogenannten Nordlondon-Derby. Dass die Brüder Holland bei diesen hitzigen Aufeinandertreffen unterschiedliche Farben unterstützen, dürfte für so manche Diskussion im Familienkreis sorgen.
Loyalität trotz sportlicher Talfahrt
Tom Holland hat die Entscheidung von damals nie bereut – auch wenn Tottenham sportlich zuletzt oft hinter den Erwartungen zurückblieb. Der Klub wartet seit Jahren auf einen großen Titel, und genau das veranlasste den Schauspieler zu einer amüsanten Selbstreflexion: „Das ist wahrscheinlich eine der schlechtesten Entscheidungen, die ich je getroffen habe“, sagte er mit einem Schmunzeln. Wirklich ernst meint er das allerdings nicht, schließlich steht er weiterhin treu zu seinem Klub.
Der 30-Jährige, der als passionierter Tänzer gilt und mit dem Rising-Star-Award ausgezeichnet wurde, hat einen vollen Terminkalender. Umso mehr schätzt er die Momente, in denen er dem Fußball frönen kann. Dabei geht es ihm nicht um Titel oder Trophäen, sondern um das Erlebnis, die Gemeinschaft und die Leidenschaft der Fans.
Ein Tag ohne Ruhm: Toms Traum
Wie sehr Tom Holland das Stadionerlebnis fehlt, zeigte eine Aussage bei einem Pressetermin zu „Spider-Man: Brand New Day“. Die Deutsche Presse-Agentur (dpa) fragte ihn, was er tun würde, wenn er für einen Tag nicht weltberühmt wäre. Seine Antwort: „Wahrscheinlich würde ich mir ein Heimspiel von Tottenham Hotspur anschauen, im Fanblock sitzen und das einfach genießen.“ Der Wunsch, mitten unter den Fans zu stehen und die Atmosphäre eines Heimspiels zu erleben, zeigt, wie bodenständig der Hollywoodstar geblieben ist.
Seine Ehefrau Zendaya (29) würde den ruhmfreien Tag hingegen auf eine andere Art genießen. „Ich würde einfach durchs Einkaufszentrum laufen“, verriet die US-Schauspielerin lächelnd. Sie vermisse es, unerkannt einzukaufen: „Ich will gar nichts kaufen, ich möchte einfach nur durch die Mall schlendern und mir vielleicht ein paar Snacks gönnen.“
Spider-Man und die Spurs: Eine besondere Verbindung
Tom Holland hat sich in Hollywood längst einen Namen gemacht. Seine Darstellung des Spider-Man in mehreren Marvel-Filmen machte ihn international bekannt. In „Odyssey“ von Christopher Nolan stellt er nun sein Können in einem ganz anderen Genre unter Beweis. Trotz seiner Karriere auf der Überholspur bleibt seine Liebe zu Tottenham ungebrochen.
Die Entscheidung, aus Solidarität mit seinem Bruder Harry Tottenham-Fan zu werden, hat sein Leben in gewisser Weise bereichert. Sie verbindet die beiden Brüder, gibt ihnen Gesprächsstoff und gemeinsame Erlebnisse – auch wenn die Spurs den Fans in den letzten Jahren nicht viel Grund zum Jubeln gegeben haben. Tom Holland hofft weiterhin auf bessere Zeiten. Und sollte er tatsächlich mal einen Tag unbemerkt bleiben, weiß man spätestens jetzt, wo er anzutreffen wäre: im Fanblock von Tottenham Hotspur.



