Ukraine startet Offensive gegen russische Tanker im Schwarzen Meer
Ukraine startet Tanker-Offensive im Schwarzen Meer

Die ukrainischen Drohnentruppen haben nach eigenen Angaben eine Offensive gegen russische Tanker im Schwarzen Meer gestartet. „Die ersten 20 Tanker im Schwarzen Meer wurden in der Nacht zum 15. Juli erledigt“, schrieb der Chef der ukrainischen Drohnentruppen, Robert Browdi, auf Telegram. Demnach hätten Drohnen 17 Öltanker, zwei Gastanker und ein Schleppschiff getroffen. Die Angaben konnten zunächst nicht unabhängig überprüft werden.

Erste Runde des Seekriegs beendet

Zuvor hatten die Ukrainer bereits im Asowschen Meer operiert. Nach Angaben Browdis wurden dort insgesamt 116 Schiffe attackiert. Damit sei „die erste Runde des Seekriegs beendet“, schrieb er. Nun gehe es darum, im Schwarzen Meer mindestens genauso viele russische Tanker zur Strecke zu bringen. Die Ukraine konzentriere sich dabei auf Schiffe der russischen Schattenflotte, die Moskau zur Umgehung westlicher Sanktionen nutze. Die Angriffe zielen darauf ab, die russischen Besatzungstruppen von der Treibstoffversorgung abzuschneiden und Moskau den lukrativen Ölexport zu nehmen, um die Kriegsfinanzierung zu erschweren.

EU-Kommissionspräsidentin in Kyjiw: Engere Rüstungszusammenarbeit

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen ist zu ihrem elften Besuch in Kyjiw eingetroffen. Bei ihren Gesprächen werde es darum gehen, die europäische und ukrainische Rüstungsindustrie enger zu verzahnen, kündigte sie auf X an. Sie werde Initiativen vorstellen, um mehr und schneller zu produzieren. Zudem hat die Ukraine Vereinbarungen über den Zugang zu EU-Verteidigungsprogrammen und neuen Fördermitteln in Höhe von 300 Millionen Euro unterzeichnet. Verteidigungsminister Mychajlo Fedorow teilte auf X mit, dass ukrainische Unternehmen über das Instrument „BraveTech EU Ukraine“ 260 Millionen Euro für den Ausbau der Produktion und 35,3 Millionen Euro für Innovationszuschüsse abrufen können.

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Litauen warnt vor russischen Angriffen auf Infrastruktur

Der litauische Präsident Gitanas Nauseda warnte vor möglichen russischen Angriffen auf kritische Infrastruktur. „Wir haben solche Signale, die wir von unseren Diensten erhalten“, sagte Nauseda im Interview der Nachrichtenagentur BNS. Er habe keine Details über Zeit oder Ort der geplanten Angriffe. Die Sicherheit an Energie- und Verkehrsanlagen sei vorsorglich verschärft worden. Litauen hat seine Verteidigungsausgaben seit der russischen Invasion 2022 verdreifacht und grenzt an die russische Exklave Kaliningrad sowie an Belarus.

Tote bei russischem Angriff auf Odessa

Bei russischen Angriffen auf die Hafenstadt Odessa sind nach Behördenangaben mindestens drei Menschen getötet und drei weitere verletzt worden. Der Leiter der Militärverwaltung, Serhij Lyssak, teilte mit, dass mehrere Wohnhäuser beschädigt wurden. Das russische Militär bestätigte den Angriff und erklärte, mit „luftbasierten Hochpräzisionswaffen und Kampfdrohnen“ seien Treibstoffreservoirs und eine Drohnenfabrik getroffen worden.

US-Senatoren stellen Gesetz für neue Russland-Sanktionen vor

Mehrere US-Senatoren beider Parteien haben einen überarbeiteten Gesetzentwurf für neue Sanktionen gegen Russland vorgestellt. Die Initiative sieht Zölle von bis zu 100 Prozent auf Importe aus Ländern vor, die russisches Öl und Gas kaufen, darunter China und Indien. Ausnahmen sollen für Länder gelten, die weniger als 15 Prozent ihres Erdgases aus Russland importieren und „bedeutende Maßnahmen“ zur Reduzierung ergreifen. Senator Richard Blumenthal betonte, dass der Entwurf umfassende Sanktionen gegen die russische Energiebranche, den Finanzsektor, die Rüstungsindustrie sowie Oligarchen und Präsident Putin selbst vorsehe.

Kreml meldet Abwehr massiven Drohnenangriffs auf Moskau

Russland hat nach Angaben von Moskaus Bürgermeister Sergej Sobjanin binnen 24 Stunden einen Angriff mit 340 ukrainischen Drohnen auf die Hauptstadtregion abgewehrt. Die meisten seien von der Flugabwehr weit vor der Stadt neutralisiert worden, mehr als 50 Drohnen auf dem Weg nach Moskau zerstört. Unabhängige Überprüfungen waren nicht möglich.

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Zivile Opferzahlen in der Ukraine steigen weiter

Die zivilen Opferzahlen in der Ukraine steigen den fünften Monat in Folge. Laut einem UN-Bericht wurden im Juni 293 Zivilisten getötet und 1990 verletzt. Seit Kriegsbeginn sind mehr als 16.400 Zivilisten getötet und über 48.600 verletzt worden. Die UN-Experten haben keinen Zugang zu russisch besetzten Gebieten, sodass Opfer in Städten wie Mariupol nur unzureichend dokumentiert sind.