China exportiert seine Probleme: Wirtschaftswachstum enttäuscht
China exportiert seine Probleme: Wachstum enttäuscht

Die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt wächst langsamer als erwartet. Mit einem offiziellen Zuwachs von 4,3 Prozent im zweiten Quartal 2026 verfehlte China das von der Staatsführung ausgegebene Wachstumsziel. Lediglich die stark gestiegenen Exporte verhinderten ein noch schlechteres Ergebnis, wie Sabine Gusbeth in einem Kommentar analysiert.

Wachstum der zwei Geschwindigkeiten wird zur K-förmigen Entwicklung

Lange war in China von einem Wachstum der zwei Geschwindigkeiten die Rede: Schnelle Zuwächse in Zukunftsbranchen wie Batterien oder Robotik und eine langsamere Entwicklung in traditionellen Industriezweigen. Doch die Wahrheit ist: Viele der einst so wichtigen Sektoren wie die Baubranche wachsen nicht langsamer, sie schrumpfen. Inzwischen sprechen Ökonomen deshalb von einer K-förmigen Entwicklung.

Zukunftsindustrien können Rückgang nicht kompensieren

Doch auch dieses Bild täuscht, suggeriert es doch, dass die Zuwächse in Zukunftssektoren den Rückgang in anderen Bereichen kompensieren können. Das ist mitnichten der Fall. Die Staatsführung schmückt sich gerne mit den Erfolgen in Zukunftsindustrien. Doch gesamtwirtschaftlich gesehen, sind es noch zarte, wenn auch schnell wachsende, Pflänzchen, die den Rückgang in vielen traditionellen, oft beschäftigungsintensiven Industrien nicht wettmachen können.

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Das von der Staatsführung gerne gepflegte Bild der erfolgreichen Tech-Supermacht bekommt Risse. Chinas Wirtschaft schwächelt, und die Exporte kaschieren die Probleme nur noch schwer. Die Strukturprobleme bleiben bestehen, und eine nachhaltige Erholung ist nicht in Sicht.

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