EU reagiert erleichtert auf US-Zolländerungen
Die Europäische Union hat am Freitag mit Erleichterung auf die jüngsten Zollverkündungen der USA reagiert. Die EU „nimmt positiv zur Kenntnis, dass dieses Ergebnis im Einklang“ mit den Zoll-Vereinbarungen stehe, die im vergangenen Jahr von Brüssel und Washington ausgehandelt worden seien, erklärte der Sprecher der EU-Kommission, Olof Gill, am Freitag. Die US-Regierung hatte zuvor neue Zölle gegen rund 60 internationale Handelspartner verkündet, die am Freitag in Kraft traten.
Diese neuen Zölle lösten den zuvor geltenden weltweiten Sonderzoll von zehn Prozent auf US-Importe ab. Für die Europäische Union (EU) greift den Angaben zufolge auch künftig ein allgemeiner US-Zollsatz von zehn Prozent. Die USA hatten in einer Vereinbarung mit der EU im vergangenen Jahr zugesagt, ihre Zölle auf die meisten EU-Produkte auf nicht mehr als 15 Prozent zu erhöhen.
Positive Dynamik für transatlantische Gespräche
Es werde ein pauschaler Zollsatz von zehn Prozent für die EU festgelegt und „zusätzliche Zollbefreiungen für bestimmte europäische Produkte wie Kork und Diamanten eingeführt“, erklärte der EU-Sprecher weiter. Das schaffe eine „positive Dynamik“ für transatlantische Gespräche über verschiedene Themen wie strategisch wichtige Rohstoffe oder Künstliche Intelligenz.
Am Donnerstag hatte die EU-Kommission Google wegen Wettbewerbsverstößen Geldbußen von insgesamt 890 Millionen Euro verhängt. Dies hatte Befürchtungen genährt, dass die US-Regierung mit Vergeltungsmaßnahmen wie einer Zollerhöhung reagieren könnte.



