Eine von EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen eingesetzte Expertengruppe hat empfohlen, den Zugang zu sozialen Medien für Kinder unter 13 Jahren in allen EU-Mitgliedstaaten zu beschränken. Der am Donnerstag in Brüssel vorgestellte Bericht sieht vor, dass die Nutzung sozialer Netzwerke und anderer digitaler Dienste für diese Altersgruppe nur unter elterlicher Aufsicht, in einem pädagogischen Rahmen oder zeitlich begrenzt erlaubt sein sollte.
Hintergrund der Empfehlung
Die Experten betonten, dass Kinder in jungen Jahren besonders anfällig für die Risiken sozialer Medien seien, darunter Cybermobbing, Datenschutzverletzungen und Suchtverhalten. Der Bericht ist Teil eines umfassenderen Vorstoßes der EU-Kommission, um den Schutz Minderjähriger im digitalen Raum zu stärken. Die Kommission hatte die Expertengruppe eingesetzt, um konkrete Maßnahmen zu erarbeiten, die die Mitgliedstaaten umsetzen können.
Reaktionen und Ausblick
Die Empfehlung stieß auf geteiltes Echo. Während Kinderschutzorganisationen die Initiative begrüßten, warnten Digitalverbände vor einer zu strengen Regulierung. Ein Sprecher der EU-Kommission erklärte, man werde den Bericht nun prüfen und mögliche legislative Schritte erwägen. Die endgültige Entscheidung über eine Umsetzung liegt bei den Mitgliedstaaten.



