Ein Frachtschiff ist in der Straße von Hormus von einem „unbekannten Geschoss“ getroffen worden. Das teilte die britische Behörde zur Sicherheit der Schifffahrt (UKMTO) mit. Der Vorfall ereignete sich rund 37 Kilometer nordöstlich des omanischen Ortes Al Khasab. Zunächst gab es keine Angaben zu möglichen Schäden oder Verletzten an Bord.
Hintergrund: Angriffe auf Schiffe seit Kriegsbeginn
Seit Beginn des Irankriegs Ende Februar haben Teherans Streitkräfte immer wieder Tanker und andere Schiffe in der Meerenge angegriffen. Dadurch wurde der Verkehr in der strategisch wichtigen Wasserstraße fast zum Erliegen gebracht. Die Straße von Hormus ist für den globalen Handel mit Öl, Gas und Dünger von entscheidender Bedeutung.
Iran verhandelt derzeit mit dem Anrainer Oman über die Festlegung vorläufiger Schifffahrtskorridore. Bis zum Abschluss einer neuen Vereinbarung verlangt Teheran, dass Schiffe eine Route entlang seiner Küste nehmen. Die iranische Führung hat wiederholt erklärt, nur die von ihr vorgegebene Route sei sicher.
Diplomatische Bemühungen und Eskalation
Der Streit über die Durchfahrtswege ist ein wesentlicher Grund für die erneute Eskalation des Konflikts zwischen den USA und Iran. US-Präsident Donald Trump drohte Teheran erneut mit einer „letzten Chance“. Unterdessen kommen am heutigen Dienstag israelische und libanesische Regierungsvertreter zu direkten Gesprächen in Rom zusammen. Im Gazakonflikt ist weiterhin kein Ende abzusehen.
Die britische Behörde UKMTO überwacht die Sicherheit der Schifffahrt in der Region und warnt vor möglichen weiteren Angriffen. Die genauen Umstände des jüngsten Vorfalls sind noch unklar, Ermittlungen laufen.



