US-Richterin verlängert Stopp der Warner-Übernahme durch Paramount bis August
Warner-Übernahme: Gericht stoppt Deal bis Mitte August

Die geplante Übernahme von Warner Bros. durch Paramount bleibt vorerst blockiert: Richterin Araceli Martinez-Olguin verlängerte die bereits verfügte Zwangspause um weitere zwei Wochen bis zum 17. August. Damit bleibt der mehr als hundert Milliarden Dollar schwere Deal auf Eis, nachdem zwölf US-Bundesstaaten Klage eingereicht hatten, um die Fusion zu verhindern.

Klage der Bundesstaaten gegen den Medien-Deal

Die Bundesstaaten argumentieren, der Zusammenschluss der beiden Hollywood-Größen führe zu einer unzulässigen Marktkonzentration bei populären Filmen und setze Kinos unter Druck. Richterin Martinez-Olguin befand, die Kläger hätten glaubhaft gemacht, dass Paramount und Warner gemeinsam einen erheblichen Marktanteil in diesem Segment halten, was eine mehrwöchige Aussetzung der Fusion rechtfertige. Die verlängerte Auszeit sei nötig, um über Anträge der Parteien zur einstweiligen Verfügung zu entscheiden, erläuterte die Richterin.

US-Regierung hatte Deal ohne Auflagen genehmigt

Die US-Regierung unter Präsident Donald Trump hatte die Übernahme zuvor ohne Auflagen genehmigt. Das Justizministerium sah weder den Wettbewerb noch die Verbraucher im TV-, Streaming- oder Filmgeschäft gefährdet. Laut dem „Wall Street Journal“ wurde die Übernahme von der Führung des Ministeriums durchgewinkt, bevor die zuständigen Juristen eine Empfehlung abgeben konnten. Hinter Paramount steht die Familie des Softwaremilliardärs Larry Ellison, ein bekannter Trump-Unterstützer.

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Hintergrund des Milliarden-Deals

Ursprünglich hatte sich Netflix im vergangenen Jahr mit Warner auf den Kauf des Streaming- und Studiogeschäfts verständigt. Paramount zog jedoch mit einem höheren Gebot nach und übernahm den gesamten Konzern Warner Bros. Discovery inklusive der Fernsehsender wie CNN. Der Deal hat nun ein Volumen von rund 111 Milliarden Dollar. Trump-Kritiker befürchten, dass CNN unter dem Dach von Paramount seine redaktionelle Unabhängigkeit verlieren könnte, ähnlich wie in anderen Fällen, in denen Medien von präsidententreuen Milliardären übernommen wurden. Trump selbst hatte mehrfach betont, dass ihm ein Besitzerwechsel des oft kritisch berichtenden Nachrichtensenders besonders wichtig sei.

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