Erstmals in Brandenburg ist ein Nest der Asiatischen Hornisse (Vespa velutina) fachgerecht beseitigt worden. Der Einsatz mit Spezialausrüstung an einem Dachvorsprung in Eisenhüttenstadt verlief nach Angaben des Imkerverbandes erfolgreich. Die invasive Art, die in Deutschland nicht heimisch ist, wird zunehmend zur Gefahr für heimische Insekten, insbesondere für Honigbienen.
Erfolgreiche Nestentfernung in Eisenhüttenstadt
Das Nest wurde von einem Team mit Schutzkleidung und langen Stangen entfernt. „Das Nest ließ sich ganz gut entfernen“, sagte Imker Holger Ackermann gegenüber der dpa. Sollte es sich um das einzige Nest in der Region handeln, sei die Asiatische Hornisse für diese Saison „Geschichte“. Die Aktion fand an einem Dachvorsprung in Eisenhüttenstadt statt, einer Stadt im Landkreis Oder-Spree.
Gefahr für die Artenvielfalt
Die Asiatische Hornisse gilt als Bedrohung für die Biodiversität, da sie Jagd auf Honigbienen und andere Bestäuber macht. Im Süden und Westen Deutschlands ist sie bereits weiter verbreitet und wird dort aktiv bekämpft. In Brandenburg wurde sie erst vor kurzem gesichtet, und die Behörden reagieren nun mit gezielten Maßnahmen.
Hoffnung der Imker
Die Imker in der Region hoffen, dass der Einsatz einmalig bleibt. Sollten weitere Nester entdeckt werden, müssten weitere Aktionen folgen. Die Art breitet sich in Europa rasant aus und stellt eine ernste Herausforderung für die Imkerei dar. Die Entfernung des Nestes in Eisenhüttenstadt ist ein erster Schritt, um die Population im Keim zu ersticken.



