Die Flüchtlingsunterkunft in der Maxie-Wander-Straße in Hellersdorf wird aufgegeben. Das gab Bezirksstadtrat Stefan Bley (CDU) in einer Sitzung der Bezirksverordnetenversammlung (BVV) Marzahn-Hellersdorf bekannt. Die „vielen gemeinsamen Gespräche“ zwischen Bezirk und Landesamt für Flüchtlingsangelegenheiten (LFU) hätten ein „positives Ergebnis“ erzielt, so Bley. Es werden keine neuen Bewohner mehr aufgenommen, das Hauptgebäude soll bis April 2027 geräumt sein.
Neuer Schulcampus als Grund für die Schließung
Die Entscheidung steht im Zusammenhang mit den Plänen für eine neue Schule auf dem gegenüberliegenden Grundstück am Auerbacher Ring 21. Dort soll zum Schuljahr 2027/2028 eine Gemeinschaftsschule mit Sporthalle eröffnen. Die Bezirksverordnetenversammlung hat die Pläne bereits gebilligt. Das Gebäude in der Maxie-Wander-Straße, in dem derzeit Flüchtlinge leben, war früher eine Oberschule. Zusammen mit der neuen Schule am Auerbacher Ring soll es Teil eines neuen Schulcampus werden.
Zweites Gebäude: Räumung noch unklar
Wann das zweite Gebäude geräumt wird, ist noch offen. Laut LFU-Sprecher Sascha Langenbach hänge dies „zu einem gewissen Teil davon ab, ob und wie schnell auch für die Bewohner des zweiten Gebäudes Ersatzunterkünfte gefunden werden können“. Derzeit leben 360 Menschen in der Unterkunft: 215 im Hauptgebäude und 145 im zweiten Gebäude. Die Unterkunft sei „voll belegt“, sagte Langenbach auf Anfrage der Berliner Morgenpost. Weitere Zuzüge seien nicht geplant, da dies „im Hinblick auf die anstehende Verlegung der Bewohner auch keinen Sinn machen würde“.
Familien mit Schulkindern bleiben im Bezirk
Das LFU ist für 239 Bewohner zuständig. Laut Langenbach legt das LFU besonderen Wert darauf, Familien mit schulpflichtigen Kindern in Marzahn-Hellersdorf unterzubringen, wo die Kinder bereits zur Schule gehen. „Die übrigen Personen werden von den anderen zuständigen Behörden untergebracht.“ Neue Flüchtlingsunterkünfte sind im Bezirk derzeit nicht geplant.



