Stromausfall-Anschlag Berlin: Verdächtige klagen gegen Razzia
Stromausfall-Anschlag Berlin: Verdächtige klagen gegen Razzia

Vier mutmaßliche Beteiligte an dem linksextremen Brandanschlag auf die Stromversorgung des Berliner Technologieparks Adlershof im September 2025 gehen gerichtlich gegen die großangelegte Razzia vom März 2026 vor. Ein Sprecher der Berliner Generalstaatsanwaltschaft bestätigte, dass eine Entscheidung über die Beschwerden noch aussteht.

Verdächtige wehren sich gegen Auswertung beschlagnahmter Geräte

Die Tatverdächtigen lehnen insbesondere die Auswertung der bei der Razzia sichergestellten elektronischen Geräte ab. Sollte ihr Widerspruch gegen die Sicherstellung der Beweismittel Erfolg haben, müssten die Geräte nicht ausgehändigt werden und könnten möglicherweise nicht als Beweismittel vor Gericht verwendet werden, erklärte der Sprecher der Generalstaatsanwaltschaft.

Razzia in vier Bundesländern

Bei der Razzia im März durchsuchten Polizeikräfte insgesamt 17 Wohnungen und Räumlichkeiten in Berlin, Hamburg, Düsseldorf und der brandenburgischen Stadt Kyritz. Den vier Beschuldigten – zwei Männern und zwei Frauen im Alter von 28, 31, 35 und 36 Jahren – wird verfassungsfeindliche Sabotage vorgeworfen.

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Brandanschlag legte Stromversorgung lahm

In der Nacht zum 9. September 2025 zerstörte ein Feuer ein Starkstromkabel im Südosten Berlins weitgehend. In einem Bekennerschreiben im Internet wurde der Angriff als Aktion gegen den Technologiepark Adlershof bezeichnet, in dem Firmen und Forschungseinrichtungen aus den Bereichen IT, Robotik, Bio- und Nanotechnologie, Raumfahrt sowie Sicherheits- und Rüstungsindustrie ansässig sind. Durch den Anschlag waren zeitweise rund 50.000 Privathaushalte und etwa 2000 Gewerbebetriebe ohne Strom.

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