Starkregen in Istanbul: Straßen unter Wasser, Verkehr lahmgelegt
Istanbul: Starkregen legt Verkehr lahm

Heftiger Starkregen hat am 4. Juli 2026 weite Teile Istanbuls unter Wasser gesetzt und den Verkehr lahmgelegt. Zahlreiche Straßen verwandelten sich in reißende Bäche, Fahrzeuge blieben stecken oder wurden von den Wassermassen mitgerissen. Besonders betroffen waren Stadtteile im europäischen Teil der Metropole.

Wassermassen überfluten Hauptverkehrsadern

In der Innenstadt sowie in den Bezirken Esenyurt und Başakşehir standen viele Straßen meterweit unter Wasser. Autofahrer mussten ihre Fahrzeuge zurücklassen, der öffentliche Nahverkehr wurde teilweise eingestellt. Die Feuerwehr war im Dauereinsatz, um Menschen aus überfluteten Autos und Gebäuden zu retten. Nach Angaben der Stadtverwaltung gingen innerhalb weniger Stunden so viele Niederschläge nieder wie sonst in einem ganzen Monat.

Behörden warnen vor weiteren Unwettern

Der türkische Wetterdienst DMI warnte vor anhaltenden Starkregenfällen und möglichen Sturzfluten in der gesamten Marmara-Region. Die Behörden riefen die Bevölkerung auf, unnötige Fahrten zu vermeiden und sich in höher gelegenen Gebieten in Sicherheit zu bringen. In einigen Stadtteilen fiel zeitweise der Strom aus, auch die Trinkwasserversorgung war beeinträchtigt.

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Erst vor wenigen Tagen hatte eine Paketbombe in der Lobby eines Istanbuler Hotels für Aufsehen gesorgt. Nun sorgen die Unwetter für neue Herausforderungen in der Millionenstadt. Die Bilder aus Istanbul erinnern an die verheerenden Überschwemmungen im Sommer 2021, bei denen in der Türkei Dutzende Menschen ums Leben kamen.

Klimawandel begünstigt Extremwetter

Experten führen die zunehmende Häufigkeit von Starkregenereignissen auf den Klimawandel zurück. Die Erderwärmung führt zu einer höheren Luftfeuchtigkeit, die sich in heftigeren Niederschlägen entlädt. Istanbul, das auf hügeligem Gelände erbaut wurde, ist besonders anfällig für Sturzfluten. Die Stadtverwaltung arbeitet an einem umfassenden Hochwasserschutz, doch die aktuellen Ereignisse zeigen die Grenzen der Maßnahmen auf.

Betroffen sind nicht nur Autofahrer, sondern auch Anwohner in tiefer gelegenen Wohnungen. Viele Keller und Erdgeschosse liefen voll, die Feuerwehr pumpte unermüdlich Wasser ab. In sozialen Medien kursieren zahlreiche Videos und Fotos, die das Ausmaß der Überschwemmungen dokumentieren. Die türkische Regierung kündigte an, den betroffenen Gebieten finanzielle Hilfe zur Verfügung zu stellen.

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