Verheerende Waldbrände in Europa: Frankreich, Spanien und Großbritannien betroffen
Waldbrände in Europa: Frankreich, Spanien, Großbritannien

Mehrere Länder Europas kämpfen derzeit gegen verheerende Waldbrände. Besonders betroffen ist Frankreich, wo Präsident Emmanuel Macron von den schwersten Bränden seit dem Zweiten Weltkrieg sprach. Auch in Spanien und Großbritannien mussten Menschen ihre Häuser verlassen.

Frankreich: Rekordbrände im Wald von Fontainebleau

In Frankreich wüten die umfangreichsten Waldbrände seit dem Zweiten Weltkrieg. Präsident Emmanuel Macron besuchte Feuerwehrkräfte im Wald von Fontainebleau südlich von Paris, wo die Löscharbeiten noch andauern. Zehn Prozent des Waldes, eines der größten zusammenhängenden Waldgebiete Westeuropas, seien zerstört worden, so Macron.

„Abgesehen davon steht uns in ganz Frankreich ein Sommer bevor, von dem wir wissen, dass er hart werden wird“, sagte der Präsident. Die eigentliche Waldbrandsaison stehe noch bevor, doch bereits jetzt seien alle Rekorde gebrochen worden. „Deshalb müssen wir alle zusammenhalten.“

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Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen eine Firma und zwei Arbeiter, die bei Reparaturarbeiten an Leitplanken der Autobahn A6 einen Trennschneider einsetzten. Funkenflug habe die Vegetation entzündet, woraufhin sich das Feuer rasch auf den angrenzenden Wald ausbreitete. Zudem wurde ein freiwilliger Feuerwehrmann festgenommen, der gestand, mit einem Feuerzeug und Benzin ein Feuer gelegt zu haben. Ein anderer Mann trug unabsichtlich mit einer weggeworfenen Zigarettenkippe zum Brand bei.

Spanien: 4.500 Hektar in Aragonien zerstört

In Spanien hat ein Brand in Aragonien im Nordosten des Landes nach Behördenangaben bereits rund 4.500 Hektar Wald, Buschland und landwirtschaftliche Flächen zerstört. Das Feuer bei der Ortschaft Orés ist weiter außer Kontrolle, teilte die Regionalregierung mit. Die Orte Orés, Asín, Luesia und Malpica de Arba wurden evakuiert. Nach Medienberichten sind insgesamt rund 500 Menschen betroffen.

Mehr als 400 Einsatzkräfte kämpfen gegen die Flammen. Wegen starker und wechselnder Winde gilt die Lage als äußerst schwierig. Die Behörden rechnen damit, dass es mehrere Tage dauern wird, den Brand unter Kontrolle zu bringen.

Großbritannien: Flächenbrand in den schottischen Highlands

Ein Flächenbrand in einem Nationalpark in den schottischen Highlands führte auch dort zur Evakuierung von Häusern, Campingplätzen und weiteren Einrichtungen. Wie die britische Nachrichtenagentur PA berichtete, fraßen sich die Flammen auf einer Länge von 3,5 Kilometern durch die Heidelandschaft im Cairngorms-Nationalpark nahe dem Ort Nethy Bridge, südöstlich von Inverness.

Das Feuer brach demnach bereits am Mittwochmorgen aus und wütete die ganze Nacht hindurch. Touristen wurden gebeten, das Gebiet zu meiden. Berichte über Verletzte oder Tote lagen zunächst nicht vor.

Klimawandel erhöht Brandrisiko

Der Klimawandel erhöht die Wahrscheinlichkeit für Brände etwa im Mittelmeerraum, weil er zu langen Perioden mit Trockenheit und Hitze führt. Die aktuellen Brände in Europa sind ein weiteres Beispiel für die zunehmende Extremwetterlage.

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