Masih Alinejad warnt Deutschland vor Kuschel-Kurs mit Islamisten
Alinejad: Schluss mit Kuschel-Kurs gegenüber Islamisten

Masih Alinejad, die renommierte iranisch-amerikanische Journalistin und regimekritische Aktivistin, hat nach dem tödlichen Anschlag auf den Berliner CSD die deutsche Politik scharf attackiert. Die 49-Jährige, die auf der Todesliste der iranischen Mullahs steht, wirft der Bundesregierung, Medien und muslimischen Verbänden vor, die Gefahr des Islamismus zu verharmlosen. Bei einem Besuch in Berlin forderte sie ein entschiedeneres Vorgehen der Behörden und ein Ende der politischen Korrektheit.

Schwere Vorwürfe nach dem CSD-Attentat

Der tödliche Anschlag auf den Christopher Street Day in Berlin, bei dem ein Mensch getötet und 31 weitere verletzt wurden, ist für Alinejad ein weiterer Beleg für das Versagen der deutschen Sicherheitspolitik. Bei ihrer Ankunft in der Hauptstadt habe sie die Polizei nur eine Frage gestellt: „Ist er noch frei? Läuft er noch durch die Stadt?“ – bezogen auf den mutmaßlichen Täter, den 29-jährigen Syrer Abdul Ballout, der trotz bekannter Islamisten-Verbindungen auf Bewährung freigelassen worden war.

Alinejad, die seit Jahren in New York lebt und dort dreimal von Attentätern aufgespürt wurde, die das FBI in letzter Sekunde stoppen konnte, sieht Parallelen zwischen dem Terrorregime im Iran und der Bedrohung durch den Islamismus in Europa. „Islamismus ist wie ein Krebsgeschwür, das sich ausbreitet und am Ende eure Demokratie vernichtet – wenn ihr euch nicht zusammentut, um diesen Krebs zu entfernen“, warnte sie im Gespräch mit BILD.

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Kritik an Medien und muslimischen Verbänden

Besonders verurteilt Alinejad die Zurückhaltung deutscher Medien. „Kann ich bei BILD sprechen, ohne zensiert zu werden?“, fragte sie zu Beginn des Interviews. Viele Medien lüden sie als Opfer ein, aber sobald sie über die Täter spreche, werde sie abgewürgt. „Man sagt mir, die Rechten könnten es ja gegen Muslime benutzen. Das bricht mir das Herz. Mein Haus brennt. Meine Familie brennt. Mein Volk wird gehängt. Und ihr gebt mir nicht einmal die Bühne, um zu erzählen, was passiert.“

Auch an die Adresse der muslimischen Verbände in Deutschland richtete sie deutliche Worte: „Die muslimische Minderheit hier hat alles. Sie hat Moscheen. Sie hat Freiheit. Sie kann zur Schule gehen. Sie kann studieren. Sie wird nicht gehängt. Warum gehen muslimische Verbände nach einem islamistischen Anschlag nicht auf die Straße?“ Alinejad forderte, dass sich diese Verbände klar vom Terror distanzieren und gegen Radikalisierung Stellung beziehen müssten.

„Allahu Akbar“ klingt nach Hinrichtung

Neben Alinejad saß die 27-jährige Iranerin Kosar Eftekhari, die bei Protesten gegen die Revolutionsgarden ihr rechtes Auge verlor. Seit zweieinhalb Jahren lebt sie in Berlin und berichtet, dass sie noch heute zusammenzucke, wenn sie den Ruf „Allahu Akbar“ höre. „Dieser Ruf klingt nach Hinrichtung.“ Für sie sei es unfassbar, dass Menschen in Deutschland, die nie unter den Mullahs gelebt hätten, mit Flaggen und Parolen des Terrorregimes durch Berlin liefen.

Besonders kritisiert Eftekhari, dass Teile der LGBTQ-Szene Bewegungen verteidigten, unter deren Herrschaft sie selbst hingerichtet würden. Alinejad ergänzte: „Es ist eine Kapitulation im Kopf.“ Deutschland habe die Erzählung den Islamisten überlassen und müsse nun umdenken.

Forderungen an die Politik

Alinejad forderte konkrete Maßnahmen: „Blumen, Fahnen auf halbmast und Verurteilungen werden keinen Terroristen stoppen. Nur echtes Handeln hat Konsequenzen.“ Sie verlangte ein Ende der Finanzierung islamistischer Vereine durch die Bundesregierung und Europa. „Schluss damit, dass Europa und vor allem die Bundesregierung islamistische Vereine finanzieren.“

Zudem müssten bekannte radikale Islamisten nicht frei in Deutschland herumlaufen dürfen. Die Freilassung von Abdul Ballout auf Bewährung sei „der blanke Wahnsinn“. Die Islamisten rekrutierten Kinder und Jugendliche, formten sie ideologisch und schickten sie zurück in den Kampf. „Wenn ihr sie freilasst, werden sie von Islamisten als Helden empfangen, erneut radikalisiert und wieder losgeschickt.“ Alinejad forderte neue Gesetze, die diese Taktik des Islamismus erkennen und bekämpfen. Kein Cent deutscher Steuergelder dürfe an Strukturen gehen, die Jugendliche radikalisieren oder Islamismus verharmlosen.

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Ein Appell an die Gesellschaft

Die Aktivistin, die seit Jahren unter dem Terror des Islamismus lebt, appellierte an die deutsche Gesellschaft, wachsam zu sein und sich gegen jede Form von Extremismus zu stellen. Sie warnte davor, dass die Nachsicht gegenüber Islamisten letztlich die Lebensweise der Deutschen zerstöre. „Schluss mit der politischen Korrektheit, wenn es um Islamismus, Scharia und Gewalt gegen Frauen und Minderheiten geht“, so ihre eindringliche Botschaft.