Bei russischen Raketenangriffen auf die südukrainische Hafenstadt Odessa ist ein ziviler Frachter schwer beschädigt worden. Vier der 17 Besatzungsmitglieder erlitten Verletzungen, wie der Militärgouverneur der Region, Oleh Kiper, auf Telegram mitteilte. Das Schiff fuhr unter der Flagge der Marschallinseln. Zuvor waren bereits Industrieanlagen ins Visier genommen worden; ein Verwaltungsgebäude, ein Lagerhaus und mehr als ein Dutzend Autos wurden zerstört.
Moskau bestätigt Angriffe auf Häfen
Das russische Verteidigungsministerium erklärte, zwei Häfen in der Region Odessa seien angegriffen worden. Im Hafen Piwdennyj sei ein Frachter getroffen worden, der Güter für die ukrainische Armee transportierte. Im Hafen Odessa selbst galten die Angriffe Treibstofftanks. Zudem wurden Frachtschiffe im Hafen Mykolajiw in der benachbarten Region attackiert, wobei zwei Menschen getötet und zwei weitere Schiffe beschädigt wurden, so die örtliche Staatsanwaltschaft.
Ukrainische Drohnenangriffe als Reaktion
Die Ukraine wehrt sich seit 2022 gegen die russische Invasion und führt seit Tagen Drohnenangriffe auf Schiffe in russisch kontrollierten Häfen im Schwarzen und Asowschen Meer. Russland hat daraufhin seine Attacken auf ukrainische Schwarzmeerhäfen verstärkt. Die Spannungen in der Region eskalieren zunehmend.
Weitere Tote bei Angriffen
Am Freitag kamen bei ukrainischen und russischen Angriffen mindestens acht Menschen ums Leben. In Odessa schlug eine russische Rakete in einem Wohngebäude ein. Vize-Bürgermeister Oleksandr Filatow berichtete von zwei Toten und acht Verletzten. In Cherson gab es nach Angaben der Militärverwaltung einen Toten und fünf Verletzte, in Charkiw einen Toten durch russische Angriffe. Auf russischer Seite meldeten die Behörden fünf Tote durch ukrainische Angriffe nahe Belgorod sowie in den besetzten Gebieten Donezk und Cherson.



