Explosion erschüttert Wiener Bezirk Floridsdorf
Ein ohrenbetäubender Knall riss Anwohner in der Nacht zum Sonntag aus dem Schlaf. Eine schwere Gasexplosion legte ein Einfamilienhaus in Wien in Trümmer. Neun Menschen wurden verletzt, darunter ein 93-jähriger Mann schwer. Anfangs glaubten die Ermittler an ein Unglück oder einen technischen Defekt. Doch der Fall nahm eine überraschende Wende.
Senior soll Haus vorsätzlich in die Luft gejagt haben
Der Senior soll sein eigenes Haus nachts im Wiener Bezirk Floridsdorf (Österreich) in die Luft gejagt haben. Er wurde von der Polizei festgenommen – weil er andere Menschen vorsätzlich gefährdet haben soll. Die Ermittler gehen davon aus, dass er die Explosion absichtlich herbeiführte. Das Gebäude wurde völlig zerstört, ein Nachbarhaus in Mitleidenschaft gezogen, weitere Gebäude teilweise schwer beschädigt, berichten lokale Medien, darunter die Zeitung „Heute“.
Spürhunde fanden den Rentner im Keller
Mithilfe von Spürhunden fanden die Rettungskräfte den betagten Mann kurz nach Mitternacht schwer verletzt im Keller unter den Trümmern. Er wurde geborgen und in ein Krankenhaus gebracht. Dort wird er auf der Intensivstation behandelt. Unmittelbar nach der Gasexplosion rückten mehrere Feuerwehren zum Wohnhaus aus und begannen sofort, die Flammen zu löschen. Ein Sprecher der Berufsrettung sagte: „Die Explosion muss wie ein Raketeneinschlag gewesen sein. Es grenzt an ein Wunder, dass nicht mehr passiert ist.“
Schwangere auf Bauch geschleudert – weitere Verletzte
Mindestens zwei der acht weiteren Verletzten kamen ins Krankenhaus: Eine schwangere Frau (25) soll auf ihren Bauch geschleudert worden sein, auch ein Mann (45) wurde schwer verletzt. Zeugen sagten, sie hätten auch eine Druckwelle gespürt, bevor Flammen und Rauch aufstiegen.
Wie hoch der gesamte Sachschaden ist, ist noch unklar. Wie genau der Mann die Explosion auslöste, wird noch untersucht. Das betroffene Gebiet ist noch immer abgesperrt. Die Ermittlungen laufen.



