Iran und Oman führen produktive Gespräche über Straße von Hormus
Die Gespräche zwischen dem Iran und dem Oman über die Sicherheit der Straße von Hormus sind nach Angaben des iranischen Außenministeriums produktiv verlaufen. Vertreter beider Länder trafen sich am Wochenende in Teheran zu technischen und politischen Konsultationen, die fortgesetzt werden sollen. Die Straße von Hormus ist eine der wichtigsten Wasserstraßen für den globalen Öltransport.
Huthi-Miliz beansprucht Angriffe auf Saudi-Ölanlagen für sich
Im sich zuspitzenden Konflikt am Roten Meer hat die jemenitische Huthi-Miliz nach eigenen Angaben Ölanlagen in Saudi-Arabien beschossen. Militärsprecher Jahja Sari erklärte in einer Videobotschaft, man habe mit Dutzenden Raketen und Drohnen Einrichtungen des staatlichen Ölkonzerns Saudi Aramco in den Städten Dschisan und Yanbu angegriffen. Es handele sich um Vergeltungsangriffe für Attacken der von Saudi-Arabien angeführten Militärkoalition im Jemen. Diese hatte zuvor als Reaktion auf den Beschuss eines unter Saudi-Flagge fahrenden Schiffes „legitime militärische Ziele“ in der jemenitischen Provinz Hudaida angegriffen. Die Huthi hatten Vergeltung geschworen. Der iranische Sender Press TV berichtete ebenfalls über die Angriffe. Die saudi-arabische Regierung äußerte sich zunächst nicht.
Iran verurteilt ukrainischen Angriff auf Frachter im Kaspischen Meer
Die iranische Regierung hat scharf gegen einen mutmaßlichen ukrainischen Angriff auf ein Frachtschiff im Kaspischen Meer protestiert, bei dem ein Matrose getötet und ein weiterer verletzt worden sei. Das Außenministerium in Teheran erklärte, der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj habe den Angriff eingeräumt. Es handele sich um einen Akt der Aggression, der die Flammen des Krieges weiter anfachen könne, und um einen Verstoß gegen das Völkerrecht. Selenskyj hatte zuvor auf Facebook mitgeteilt, dass weitreichende Drohnen Schiffe im Kaspischen Meer getroffen hätten, darunter solche, die militärische Güter geladen und Bezug zum Iran gehabt hätten. Weitere Details nannte er nicht.
Selenskyj: Russland stellt Iran Satellitenbeobachtungen zur Verfügung
Nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj gibt Russland seine Satellitenbeobachtungen im Nahen Osten an den Iran weiter. Dies ermögliche dem Iran Angriffe in der Region, schrieb Selenskyj auf X. Seit Anfang Juli habe die Ukraine eine aktive russische Satellitenüberwachung der Golfstaaten und der dortigen US-Militäreinrichtungen registriert. Diese Bilder seien anschließend im Iran aufgetaucht. „Gleichzeitig besteht ein klarer Zusammenhang zwischen den russischen Satellitenbildern dieser Standorte und den iranischen Angriffen – sowohl vor den Angriffen, bei deren Vorbereitung, als auch danach, um den verursachten Schaden zu bewerten“, so Selenskyj.
UN-Generalsekretär Guterres besucht Syrien und kritisiert Israel
UN-Generalsekretär António Guterres ist zu seinem ersten offiziellen Besuch in Syrien eingetroffen. In Damaskus traf er den syrischen Übergangspräsidenten Ahmed al-Scharaa und besuchte das berüchtigte Militärgefängnis Sajdnaja, das mit Gräueltaten während der Assad-Herrschaft verbunden wird. Guterres rief zu einem „Solidaritätsbesuch“ auf und kritisierte Israel wegen der Annexion der Golanhöhen: „Was in der Region um die Golanhöhen passiert, ist absolut inakzeptabel.“
Hamas-Polizeichef im Gazastreifen bei israelischem Angriff getötet
Die israelische Armee hat nach palästinensischen Angaben den Polizeichef der Hamas im nördlichen Gazastreifen, Abdel-Nasser Al-Makadma, getötet. Er wurde im Viertel Scheich Radwan in Gaza-Stadt getroffen. Ein weiterer palästinensischer Sanitäter kam im Flüchtlingslager Nuseirat ums Leben. Israel hat in den vergangenen Monaten Dutzende Mitglieder der Hamas-Polizei getötet, darunter Führungspersönlichkeiten.
Israels Soldaten nehmen Dutzende Palästinenser im Westjordanland fest
Nach einer tödlichen Schießerei am Vortag haben israelische Soldaten Dutzende Palästinenser im Westjordanland festgenommen. Bei der Auseinandersetzung waren mindestens vier Palästinenser und zwei israelische Soldaten getötet worden. Der Bürgermeister von Tal, Walid Sidan, sagte Reuters, etwa 70 Menschen aus dem Dorf seien festgenommen worden. „Die Hausdurchsuchungen gehen weiter, Armeepatrouillen fahren durch die Straßen.“ Die Palästinenserbehörde beschuldigte israelische Siedler, die Schießerei provoziert zu haben. Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu kündigte ein „scharfes Vorgehen“ an.
UN warnen: Seeleute in der Straße von Hormus in Not
Das UN-Hochkommissariat für Menschenrechte warnt vor der prekären Lage von rund 6000 Seeleuten auf etwa 400 gestrandeten Schiffen in der Straße von Hormus. Mindestens neun Schiffe mit 93 Besatzungsmitgliedern seien von ihren Eignern aufgegeben worden. Seit Beginn der Angriffe Israels und der USA auf den Iran Ende Februar seien mindestens 17 Seeleute getötet worden. UN-Hochkommissar Volker Türk appellierte an die Konfliktparteien, einen Weg zu finden, um die Seeleute in Sicherheit zu bringen.
Iran greift US-Stützpunkt in Jordanien an – keine Schäden
Die iranische Revolutionsgarde hat nach eigenen Angaben den US-Stützpunkt Al-Asrak in Jordanien angegriffen. Die jordanische Armee teilte mit, sie habe sieben iranische Raketen und sechs Drohnen abgefangen. Es sei kein Schaden entstanden. Zudem wurden weitere iranische Angriffe auf US-Ziele in Kuwait und Bahrain gemeldet.
EU verhängt Sanktionen gegen iranische Richter
Die Europäische Union hat neue Sanktionen gegen iranische Richter wegen mutmaßlicher Menschenrechtsverletzungen verhängt. Auch eine führende Persönlichkeit einer Cybergruppe, die die Unterdrückung von Informationen ermöglicht habe, sei sanktioniert worden, teilte EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas mit.



