Israel warnt USA vor konkretem iranischem Mordplan gegen Trump
Der israelische Geheimdienst hat US-Medienberichten zufolge Washington über einen neuen, konkreten Plan des Irans zur Ermordung von US-Präsident Donald Trump informiert. Die Warnung aus Israel sei in dieser Woche eingegangen, berichtete CNN unter Berufung auf nicht namentlich genannte Quellen. Auch das Wall Street Journal bestätigte die Übermittlung von Geheimdienstinformationen aus Israel an Washington, die ein neues Komplott Teherans gegen Trump beschrieben. Die US-Regierung habe zwar bereits länger fortlaufende Hinweise auf mögliche Attentatspläne gegen Trump erhalten, doch die israelische Warnung beziehe sich auf ein konkretes Komplott.
Die Berichte kommen zu einem Zeitpunkt, da erneute Angriffe zwischen den USA und dem Iran Befürchtungen vor einer neuen Eskalation ausgelöst haben. Trump selbst hatte am Rande des Nato-Gipfels in Ankara gesagt: „Ich bin Nummer eins auf der Todesliste.“ Die Frage, ob er wegen Drohungen aus Teheran die Maschine für den Abflug wechselte, ließ er unbeantwortet. Laut US-Medien waren Sicherheitsbedenken des Personenschutzes die Ursache für den Wechsel von der neuen, von Katar geschenkten Maschine zurück zur alten Air Force One.
Schiffsverkehr in der Straße von Hormus fast zum Erliegen gekommen
Der Schiffsverkehr durch die strategisch wichtige Straße von Hormus ist am Donnerstag nach der jüngsten militärischen Eskalation nahezu vollständig zum Stillstand gekommen. Lediglich zwei Tanker passierten die Meerenge, darunter der iranische Rohöl-Supertanker „Berg 1“ und der Chemikalientanker „Well Sail“ unter der Flagge der Marshallinseln. „Der Tankerverkehr durch die Straße von Hormus ist im Wesentlichen zum Erliegen gekommen, was im Moment mehr über die Risikowahrnehmung aussagt als jede Erklärung aus Washington oder Teheran“, erklärte Jorge Leon, Leiter der geopolitischen Analyse bei Rystad Energy.
Iranische Streitkräfte hatten am Donnerstag US-Militärstützpunkte in benachbarten Golfstaaten attackiert, als Reaktion auf US-Angriffe auf iranische Ziele am Mittwoch. Etwa ein Fünftel der weltweiten Öllieferungen wurde vor dem Konflikt durch die Straße von Hormus transportiert. In den vergangenen zwei Wochen war der Verkehr zwar wieder auf durchschnittlich 40 Schiffe pro Tag gestiegen, lag aber immer noch weit unter dem Vorkriegsniveau von 125 bis 140 Schiffen täglich. Einige Kriegsversicherer raten Reedereien zu einer vorübergehenden Aussetzung der Fahrten.
Trump und Netanjahu beraten per Telefon über Iran-Krieg
US-Präsident Donald Trump und Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu haben am Donnerstag über den Iran-Krieg beraten. Netanjahus Büro teilte mit, Trump habe über das Vorgehen der USA in der Golfregion informiert. Ein US-Vertreter bestätigte das Telefonat, nannte jedoch keine weiteren Einzelheiten. Die USA und Israel hatten mit gemeinsamen Luftangriffen am 28. Februar den Iran-Krieg ausgelöst. Nach einem Grundsatzabkommen im Juni herrschte vorübergehend relative Ruhe, doch in der Nacht zum Mittwoch begannen die USA wieder mit massiven Angriffen auf den Iran. Teheran griff daraufhin US-Stützpunkte in Kuwait und Bahrain an.
Irans getöteter Führer Chamenei nach Trauerfeier beigesetzt
Das getötete geistliche Oberhaupt des Iran, Ajatollah Ali Chamenei, ist nach einer Woche landesweiter Trauerfeiern in seiner Heimatstadt Maschhad beigesetzt worden. Die Beisetzung am Schrein des Imam Reza fand am frühen Freitagmorgen statt, wie die iranische Nachrichtenagentur IRNA berichtete. Chamenei und vier weitere Familienmitglieder waren am 28. Februar bei einem US-Luftangriff ums Leben gekommen. Sein Sohn und Nachfolger Modschtaba Chamenei trat bei der Beisetzung nicht in Erscheinung; Insidern zufolge erlitt er bei dem Angriff schwere Verletzungen.
Experten: Kauf strategischer Öl-Reserven stützt Nachfrage bis 2028
Regierungen weltweit werden Analysten zufolge bis 2028 Millionen Barrel Öl kaufen, um ihre strategischen Reserven wieder aufzufüllen. Diese waren angezapft worden, um globale Angebotsengpässe infolge des Krieges auszugleichen. Die Internationale Energieagentur (IEA) hatte eine beispiellose Freigabe von 400 Millionen Barrel koordiniert, nachdem Störungen in der Straße von Hormus die Rohölpreise drastisch in die Höhe getrieben hatten.
Merz warnt Israel vor Annexion des Westjordanlands
Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat die israelische Regierung vor Schritten hin zu einer faktischen Teilannexion des Westjordanlands gewarnt. In einem Telefonat mit Netanjahu betonte Merz, solche Schritte dürfe es nicht geben. Frankreich hat den rechtsextremen israelischen Finanzminister Bezalel Smotrich bereits wegen seines Annexionsstrebens mit Sanktionen belegt. Merz und Netanjahu tauschten sich auch zur Lage im Libanon und Iran aus; Merz unterstrich die Bedeutung des Rahmenabkommens zwischen Washington und Teheran.
EU-Kommission präsentiert Optionen für Israel-Sanktionen
In Reaktion auf die Ausweitung illegaler israelischer Siedlungen im Westjordanland hat die Europäische Kommission für ein EU-Außenministertreffen Handlungsoptionen erarbeitet, darunter Beschränkungen für die Einfuhr von Waren aus Siedlungen. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen bezeichnete die Siedlungspolitik als „völlig inakzeptabel“. Deutschland sieht Sanktionen kritisch; für einen Beschluss wäre eine qualifizierte Mehrheit nötig.



