Öltanker-Explosion in der Straße von Hormus: Iran und USA im Konflikt
Öltanker-Explosion in der Straße von Hormus

In der strategisch wichtigen Straße von Hormus ist ein Öltanker explodiert. Nach iranischen Medienberichten lief der Tanker von einer vorgeschriebenen Route ab und auf eine Seemine auf. Das Schiff hatte zuvor sein Radarsystem ausgeschaltet. Die Meerenge gilt als Nadelöhr für den globalen Ölhandel und steht seit Wochen im Zentrum der Auseinandersetzungen zwischen dem Iran und den USA.

Iran stellt Vergeltungsangriffe ein, droht aber mit Ausweitung

Nach zwei Nächten ohne US-Angriffe hat der Iran nach eigenen Angaben seine Attacken auf Ziele in der Region ebenfalls eingestellt. „Da unsere Strategie im Wesentlichen auf Vergeltung beruhte, haben auch wir unsere Vergeltungsmaßnahmen gestoppt“, erklärte Armeesprecher Mohammed Akraminia. Die USA befänden sich in einer „schwierigen und instabilen“ Lage und suchten wahrscheinlich nach einer neuen Strategie. Gleichzeitig drohte Iran mit einer Ausweitung des Kriegsgebiets, falls die USA ihre Luftangriffe fortsetzen. Akraminia verwies auf Angriffe der Huthi-Miliz im Roten Meer und warnte, das Kriegsgebiet reiche bereits von Jordanien bis zum Persischen Golf.

Katar hebt Warnung für Schifffahrt auf

Der Schiffsverkehr im Golfstaat Katar läuft wieder normal. Das katarische Transportministerium teilte mit, Fahrten für alle Schiffstypen seien ab sofort regulär möglich. Zuvor hatte Katar wegen iranischer Angriffe zu einer vorübergehenden Einstellung des Schiffsverkehrs geraten. Die Betreiber und Besatzungen sollten sich aber weiterhin an die Vorschriften halten, um höchste Sicherheit zu garantieren.

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Iran wirft Ukraine Angriff auf Frachtschiff vor

Die iranische Regierung protestierte scharf gegen einen mutmaßlichen ukrainischen Angriff auf ein Frachtschiff im Kaspischen Meer. Ein Matrose sei getötet, ein weiterer verletzt worden. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte zuvor verkündet, dass weitreichende Drohnen Schiffe im Kaspischen Meer getroffen hätten, darunter solche mit militärischen Gütern und Bezug zum Iran. Selenskyj verwies zudem auf eine verstärkte militärische Zusammenarbeit zwischen Moskau und Teheran: Russland versorge das iranische Militär „intensiv“ mit Satellitenaufnahmen von der Golfregion.

Weitere Eskalation: Huthis und Saudi-Arabien

Die mit dem Iran verbündeten Huthis im Jemen griffen nach eigenen Angaben Anlagen des Erdölförderers Saudi Aramco in Dschisan und Janbu an. Saudi-Arabien meldete den Abschuss von zwei Raketen und einer Drohne aus dem Jemen. Die USA ihrerseits attackierten einen Tanker auf dem Weg zu einem iranischen Hafen und setzten ihn durch Beschuss des Maschinenraums außer Gefecht. Nach Angaben der US-Armee griff der Iran in den vergangenen drei Monaten mehr als 30 Handelsschiffe in der Straße von Hormus an. Die UN fordern einen sicheren Transit für rund 6000 Seeleute, die auf blockierten Schiffen nahe der Meerenge festsitzen.

In einer kuriosen Nebenhandlung sorgte das Weiße Haus mit einem TikTok-Clip für Aufsehen: Es unterlegte Aufnahmen von Militärschlägen mit dem Song „Firework“ von Katy Perry. Die Sängerin zeigte sich empört: „Ich habe dem nicht zugestimmt, ich wurde nicht gefragt, und ich billige das absolut nicht.“ Ihre Musik sei dazu da, um Menschen zusammenzubringen – nicht, um Krieg zu verherrlichen.

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