Pakistan droht Huthis mit Militäreinsatz – Gaspreis steigt auf Höchststand
Pakistan droht Huthis mit Militär – Gaspreis auf Höchststand

Pakistan hat im Konflikt zwischen der vom Iran unterstützten Huthi-Miliz im Jemen und Saudi-Arabien mit einem Militäreinsatz gedroht. Das Außenministerium in Islamabad erklärte, man behalte sich auch den Einsatz von Gewalt vor, um eigene Interessen zu schützen. Pakistan unterhält mit Saudi-Arabien ein weitreichendes Militärbündnis. Die Huthi hatten am Montag eine „Blockade“ für saudische Schiffe angekündigt, rund eine Woche nach einer neuen Konfrontation mit dem Nachbarland, mit dem die Miliz seit mehr als zehn Jahren Krieg führt.

Gaspreis erreicht Höchststand seit Kriegsbeginn

Der Referenzpreis für Gas (TTF) liegt mittlerweile auf dem höchsten Niveau seit Ausbruch des Krieges. Eine Megawattstunde zur Lieferung im August kostet am Mittwochnachmittag bis zu 63 Euro. Zum Vergleich: Ende Juni lag der Preis noch bei rund 40 Euro. Der Preis für Brent-Öl zur Lieferung im August liegt derweil auf dem höchsten Stand seit Mitte Juni. Das hohe Niveau der Energiepreise schürt erneute Ängste vor einem Preisschock. Da Europa netto Energie importiert, schlagen die hohen Preise unmittelbar auf die Inflation durch. Im Juni war die Teuerungsrate noch unerwartet stark gefallen, auf 2,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

Trump droht mit Angriffen auf Brücken und Kraftwerke

US-Präsident Donald Trump hat angekündigt, dass die USA künftig jedes Mal eine Brücke oder ein Kraftwerk im Iran „bombardieren und zerstören“ werden, wenn die Islamische Republik ein Schiff in der Straße von Hormus beschießt – auch solche in oder nahe der Hauptstadt Teheran. Dies teilte er auf seiner Plattform Truth Social mit. Zudem drohte Trump der jemenitischen Huthi-Miliz mit einer Reaktion auf eine angekündigte Seeblockade gegen Saudi-Arabien im Roten Meer. „Wenn so etwas passiert, werden wir uns darum kümmern müssen“, sagte er im Oval Office.

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Weitere Schiffe ändern Kurs wegen Huthi-Drohungen

Nach einer Warnung der Huthi-Miliz vor dem Anlaufen saudiarabischer Häfen haben weitere Tanker im Roten Meer ihren Kurs geändert. Zwei Schiffe steuern nun den Suezkanal an, während zwei weitere offene Gewässer als Ziel angeben, wie aus Schiffsortungsdaten von LSEG und MarineTraffic hervorgeht. Ein fünftes Schiff, ein Fahrzeugtransporter, scheint im Golf von Aden abgedreht zu haben, nachdem es zuvor den saudischen Hafen Dschidda als nächstes Ziel gemeldet hatte. Am Dienstag hatten bereits drei mit saudiarabischem Rohöl beladene Tanker auf dem Weg nach China und Indien abgedreht und fortan den Suezkanal angesteuert, um die jemenitische Küste zu meiden.

Weltbank warnt vor globalem Wachstumseinbruch

Eine Eskalation im Krieg zwischen den USA und dem Iran droht der Weltbank zufolge die globale Wirtschaft in eine schwere Krise zu stürzen. Das weltweite Wachstum könnte auf 1,3 Prozent einbrechen, sagte Weltbank-Chefökonom Indermit Gill in einem am Mittwoch veröffentlichten Interview mit der Nachrichtenagentur Reuters. 2025 legte das globale Bruttoinlandsprodukt noch um 2,9 Prozent zu. Sollte sich der Konflikt ein halbes Jahr oder länger hinziehen, könnte dies zudem die Inflationsrate auf 4,5 Prozent treiben. In der Folge würden auch die Zinsen steigen.

Bulgarien erlaubt US-Militär Nutzung von Stützpunkt

Das bulgarische Parlament erlaubt dem US-Militär die Nutzung eines Luftwaffenstützpunktes für Einsätze im Nahen Osten. Die Abgeordneten billigten am Mittwoch mit klarer Mehrheit einen entsprechenden Vorschlag der Regierung. Danach dürfen ab Freitag bis zum 1. Oktober bis zu acht amerikanische KC-135-Tankflugzeuge sowie 250 Militärangehörige und Ausrüstung auf dem Stützpunkt Besmer stationiert werden.

Iran weist US-Berichte über nukleare Aktivitäten zurück

Der Iran hat nukleare Aktivitäten an dem als „Pickaxe Mountain“ bekannten Standort im Zentrum des Landes dementiert. US-Berichte darüber seien „nichts weiter als ein erfundener Vorwand für Aggression, Zerstörung und Sabotage“, schrieb Irans Außenamtssprecher Ismail Baghai auf X. Die nuklearen Aktivitäten Irans seien der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) vollständig gemeldet. Trump hatte zuvor angekündigt, das US-Militär werde „sehr bald“ die Region um „Pickaxe Mountain“ angreifen.

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Kriegskosten und Verluste

US-Verteidigungsminister Pete Hegseth bezifferte die Kosten des Iran-Kriegs bislang auf 37,5 Milliarden Dollar. Dies sei ein Anstieg um fast acht Milliarden seit der letzten offiziellen Schätzung, sagte Hegseth vor dem Haushaltsausschuss des Senats. Die Zahl der im Iran-Krieg verwundeten US-Soldaten liegt nach Angaben eines US-Regierungsvertreters inzwischen bei deutlich mehr als 500. Das Pentagon verzeichnet in seinem System zur Erfassung von Gefechtsverlusten derzeit 482 Verwundete. Zudem bestätigte das US-Militär den Tod eines dritten Soldaten nach einem iranischen Angriff auf einen Stützpunkt in Jordanien. Damit steigt die Zahl der seit Beginn des Krieges getöteten US-Militärangehörigen auf 18.