Potsdam gedenkt des gescheiterten Hitler-Attentats vor 82 Jahren
Potsdam erinnert an Hitler-Attentat vor 82 Jahren

Die Landeshauptstadt Potsdam erinnert am Sonntag und Montag an das gescheiterte Attentat auf Adolf Hitler am 20. Juli 1944. Die Gedenkveranstaltungen würdigen den militärischen Widerstand und beleuchten die Rolle von Frauen im NS-Widerstand. Oberbürgermeisterin Noosha Aubel (parteilos) betont die Bedeutung der Erinnerung an jene, die gegen die nationalsozialistische Diktatur aufbegehrten.

Gedenkstunde für Friedrich von Rabenau

Am Sonntag um 11.00 Uhr findet eine Gedenkstunde am Turm des ehemaligen Reichs- und Heeresarchivs auf dem Brauhausberg statt. Dort wird des Widerständlers Friedrich von Rabenau gedacht, der damals Chef der Heeresarchive war und als überzeugter Gegner des NS-Regimes galt. Zur Veranstaltung werden auch Familienangehörige von Rabenau erwartet. Der Ort hat historische Bedeutung: Das Gebäude diente später als SED-Parteihaus und war zeitweise Sitz des Brandenburger Landtags, bevor dieser 2014 in das wieder errichtete Stadtschloss umzog. Auf dem Brauhausberg ist ein neuer Uni-Campus geplant.

Frauen im NS-Widerstand im Fokus

Am Montag, dem Jahrestag des Attentats, steht die Bedeutung von Frauen im Widerstand gegen das NS-Regime im Mittelpunkt einer weiteren Veranstaltung. Die Stadt möchte damit die oft übersehene Rolle von Frauen würdigen, die ebenfalls Risiken eingingen, um das verbrecherische System zu bekämpfen.

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Oberbürgermeisterin würdigt Widerstand

Potsdams Oberbürgermeisterin Noosha Aubel nimmt an der Gedenkstunde teil und unterstreicht die Relevanz des Erinnerns: „Die Erinnerung an den Widerstand soll zeigen, dass die nationalsozialistische Diktatur nicht von allen Deutschen widerspruchslos hingenommen wurde. Menschen aus verschiedensten Kreisen waren bereit, ihre Freiheit einzusetzen, um das verbrecherische Nazi-Regime zu beenden.“

Der 20. Juli 1944: Ein gescheiterter Umsturz

Am 20. Juli 1944 versuchten Wehrmachtsoffiziere um Claus Schenk Graf von Stauffenberg, Adolf Hitler mit einer Bombe zu töten, um die NS-Herrschaft zu stürzen und den Zweiten Weltkrieg zu beenden. Der Diktator überlebte die Explosion jedoch, der Umsturzversuch scheiterte. Stauffenberg und drei weitere Beteiligte wurden noch am selben Abend im Innenhof des Bendlerblocks in Berlin erschossen. Das Attentat gilt als eines der bekanntesten Symbole des deutschen Widerstands gegen den Nationalsozialismus.

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