Trump: Iran muss ab sofort für Schäden an Schiffen zahlen – Eskalation im Nahen Osten
Trump: Iran muss für Schiffsschäden zahlen – Eskalation

Trump verlangt Schadensersatz von Iran für Schiffe

US-Präsident Donald Trump hat angeordnet, dass der Iran ab sofort für Schäden an Schiffen und Frachtgut aufkommen muss. Die Begleichung erfolge aus iranischen Vermögenswerten, die von den USA kontrolliert werden, schrieb Trump auf seiner Plattform Truth Social. Damit bezog er sich offenbar auf eingefrorene iranische Gelder, ließ jedoch offen, wie dies rechtlich umgesetzt werden soll. Trump sprach von einer „fairen und gerechten Vorgehensweise“. Der Iran-Krieg war Anfang Juli erneut eskaliert, nachdem iranische Streitkräfte Handelsschiffe in der Straße von Hormus beschossen hatten.

USA setzen Angriffe 13. Nacht in Folge fort

Das US-Militär hat die 13. Nacht in Folge Angriffe gegen den Iran durchgeführt. Die jüngste Welle begann um 18.45 Uhr US-Ostküstenzeit (2.15 Uhr Ortszeit im Iran), wie das Zentralkommando Centcom mitteilte. Ziel sei es, den Iran zur Rechenschaft zu ziehen und die Bedrohung der Handelsschifffahrt durch die Revolutionsgarden zu verringern. Trump hatte zuvor bei einem Auftritt in Georgia gesagt, der Iran sei noch nicht bereit für einen Deal: „Sie sind noch nicht bereit. Sie werden aber sehr bald bereit sein.“

Gaza: Zwei Drittel der Bevölkerung von Hunger bedroht

Im Gazastreifen droht bis Jahresende mehr als zwei Dritteln der Bevölkerung akuter Hunger. Die Initiative zur Klassifizierung der Ernährungssicherheit (IPC) warnte, dass über 1,4 Millionen Menschen in eine krisenhafte oder noch dramatischere Situation geraten könnten. Grund seien fehlende Gelder für Hilfsorganisationen. Nach dem Waffenstillstand zwischen Israel und der Hamas im Oktober 2025 hatte sich die Lage zunächst verbessert, doch diese Fortschritte seien nun gefährdet. Bereits zwischen Mitte April und Ende Juni waren rund 1,2 Millionen Menschen (59 Prozent der Einwohner) von schwerem Nahrungsmangel betroffen. Die israelische Militärbehörde Cogat kritisierte den IPC-Bericht als voreingenommen und warf der Hamas vor, Hilfsgüter abzuzweigen. Das israelische Außenministerium erklärte, man habe seit Oktober 2025 mehr als 1,8 Millionen Tonnen Lebensmittel in den Gazastreifen geliefert.

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Kuwaits Flugabwehr wehrt Raketen und Drohnen ab

Die Streitkräfte Kuwaits haben erneut Raketen und Drohnen aus dem Iran abgefangen. Explosionsgeräusche seien auf Abfangmanöver zurückzuführen, hieß es in einer Mitteilung auf X. Die iranische Nachrichtenagentur Tasnim meldete, Ziel sei ein Militärstützpunkt gewesen, der auch von der US-Luftwaffe genutzt werde. Die Angaben ließen sich nicht überprüfen. Kuwait gehört zu den Golfstaaten, die zuletzt besonders von iranischen Gegenangriffen betroffen waren.

Merz verurteilt Huthi-Angriffe auf saudische Schiffe

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat die Angriffe der Huthi-Miliz auf saudische Schiffe im Roten Meer scharf verurteilt. „Sie müssen unverzüglich eingestellt werden. Jede Form einer Seeblockade ist inakzeptabel“, sagte Merz. Die Huthi-Rebellen hatten zwei saudische Öltanker attackiert, die eine von ihnen ausgerufene Blockade verletzt hätten. Trump drohte dem Iran im Falle weiterer Huthi-Angriffe mit Vergeltung, da die Huthis als Stellvertreter des Iran agierten.

Deutsche Schiffe ins Mittelmeer verlegt

Die Bundesregierung verlegt die Minenjagdboote „Fulda“ und „Mosel“ aus Dschibuti ins östliche Mittelmeer. Sie sollten ursprünglich für eine mögliche Mission zur Sicherung der Straße von Hormus bereitstehen. Das Verteidigungsministerium erklärte, eine Stabilisierung der Lage sei nicht absehbar. Die Schiffe sollen im Mittelmeer in Bereitschaft bleiben. Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) hatte bereits Anfang Juli angekündigt, die Schiffe möglicherweise im Sommer zurückzuholen.

Trump erwägt größere Kampfeinsätze gegen Iran

Laut dem Nachrichtenportal Axios erwägt Trump die Wiederaufnahme größerer Kampfeinsätze gegen den Iran, die umfangreicher als die „Operation Epic Fury“ ausfallen könnten. „Es hat ihnen noch nicht genug wehgetan“, zitierte Axios Trump. Eine endgültige Entscheidung sei noch nicht gefallen. Das US-Repräsentantenhaus verabschiedete unterdessen eine Resolution mit 214 zu 208 Stimmen, die den Kongress bei Kriegshandlungen zustimmen lässt. Die Demokratin Pramila Jayapal sagte: „Der Krieg hat keine klare Mission, keine Strategie und kein Ziel.“

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration

Ölpreise steigen nach Huthi-Angriffen auf Tanker

Nach den Huthi-Angriffen auf zwei saudische Öltanker im Roten Meer stiegen die globalen Ölpreise stark. Brent-Rohöl legte um mehr als sechs Prozent zu und durchbrach erstmals seit Mai die Marke von 100 Dollar pro Barrel. Trump kündigte „massive militärische Strafmaßnahmen“ gegen den Iran und die Huthis an, falls es weitere Angriffe gebe. Die Huthi-Rebellen hatten eine Seeblockade gegen Saudi-Arabien verhängt und die Tanker beschossen, um diese durchzusetzen.

Der Iran-Krieg und die Spannungen in der Region bleiben angespannt. Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas forderte die Huthis auf, die Drohungen gegen die Schifffahrt zu beenden. Der EU-Marineeinsatz „Aspides“ sei bereit, die Freiheit der Schifffahrt zu schützen. Jordanien meldete erneut iranischen Beschuss mit Raketen und Drohnen, von denen drei abgeschossen wurden. US-Außenminister Marco Rubio warf dem Iran vor, Abkommen systematisch zu brechen: „Diese Leute schließen Vereinbarungen und brechen sie fast umgehend wieder.“