US-Präsident Donald Trump droht ein Zweifrontenkrieg im Nahen Osten. Während die USA seit zwölf Nächten den Iran bombardieren, greifen die vom Iran unterstützten Huthi-Rebellen im Roten Meer Öltanker an. Zwei saudische Tanker sind bereits in Flammen aufgegangen. Trump erwägt nun einen „massiven Angriff – größer als je zuvor“, wie er gegenüber Axios erklärte.
Eskalation auf mehreren Fronten
Die Huthi-Attacken bedrohen eine der wichtigsten Seerouten der Welt. Der Schiffsverkehr könnte zum Erliegen kommen, was die Weltwirtschaft mit einem Ölpreisschock belasten würde. US-Militärexperte Jonathan Schroden sagte zu BILD: „Die Ausweitung auf das Rote Meer macht die Lage für die USA deutlich komplizierter, weil der Krieg nun an mehreren Fronten geführt wird.“
Das Pentagon hat bereits weitere Bomber, Kommandoeinheiten und Sanitäter in die Region verlegt. In Washington fällt immer häufiger das gefürchtete Wort „Kriegssumpf“ (Quagmire).
Grenzen des Luftkriegs
Trotz massiver US-Luftangriffe und einer Blockade iranischer Häfen lassen sich die Mullahs in Teheran nicht zum Einlenken zwingen. Experte Schroden warnt: „Selbst eine Eskalation der Angriffe auf Brücken, Kraftwerke und andere Infrastruktur dürfte den Iran kaum zur Kapitulation zwingen.“ Die USA stoßen offenbar an die Grenzen eines reinen Luftkriegs.
Schroden rechnet mit einem langwierigen Konflikt: „Ich rechne leider noch für längere Zeit mit einem Kreislauf aus Verhandlungen, Gewalt, neuen Gesprächen und erneuter Gewalt.“
Politischer Druck auf Trump wächst
In den USA steigt der Druck auf den Präsidenten. Vier weitere gefallene US-Soldaten wurden in Särgen zurückgeführt. Benzin wird teurer, und der Krieg ist in Umfragen immer unpopulärer – nur 34 Prozent der Amerikaner unterstützen ihn noch. Trumps Dilemma: Statt zu enden, weitet sich der Konflikt immer weiter aus. Die Frage ist, ob Trump politisch genug Ausdauer hat.



