Ukraine attackiert Raffinerie in Sysran: Tote und Verletzte bei Drohnenangriff
Ukraine attackiert Raffinerie in Sysran: Tote und Verletzte

Ein ukrainischer Drohnenangriff auf die Ölraffinerie in Sysran im russischen Gebiet Samara hat ein Todesopfer gefordert. Wie Gouverneur Wjatscheslaw Fedorischtschew mitteilte, wurden drei Menschen verletzt, darunter ein Kind. Es gebe Schäden an Wohnhäusern und einem Industrieobjekt. Das unabhängige Internetportal „Astra“ identifizierte die Anlage nach Auswertung von Bildern und Videos aus sozialen Netzwerken als die Ölraffinerie in Sysran, auf deren Gelände mehrere große Brände zu sehen sind.

Ukrainischer Generalstab bestätigt Angriff

Der ukrainische Generalstab bestätigte später die Attacke. Explosionen und Brände seien auf dem Gelände der Raffinerie fixiert worden. Neben der Raffinerie hätten Drohnen nach Angaben aus Kiew auch zehn weitere Öltanker und vier Fähren im Asowschen Meer getroffen.

Das russische Militär gab an, in der Nacht 349 ukrainische Drohnen abgeschossen zu haben. Diese Größenordnung deckt sich mit den Angriffen der vergangenen Tage.

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Raffinerie Sysran bereits mehrfach im Visier

Die Ukraine hat die Raffinerie in Sysran schon mehrfach attackiert. Zuletzt musste die Anlage mit einer Verarbeitungskapazität von 8,5 Millionen Tonnen Ende Mai nach einem Angriff ihre Arbeit einstellen. Die zum staatlichen Ölkonzern Rosneft gehörende Raffinerie produziert unter anderem Benzin, Diesel und Kerosin.

In Russland herrscht wegen der ständigen ukrainischen Angriffe auf die Ölverarbeitungskapazitäten inzwischen ein Treibstoffdefizit. Tankstellen geben Sprit nur noch in begrenzten Mengen aus, und Autofahrer müssen lange anstehen, um überhaupt noch welchen zu bekommen.

Kiews Taktik: Druck auf Putin durch Angriffe auf Ölindustrie

Kiew setzt seit Monaten auf diese Taktik, um Russlands Präsident Wladimir Putin, der vor mehr als vier Jahren die Invasion in die Ukraine befohlen hat, zu Verhandlungen zu bewegen. Russland fordert für einen Frieden unter anderem die Übergabe von Landstrichen, die die russische Armee auch mehr als vier Jahre nach dem Einmarsch immer noch nicht erobern konnte.

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