Ukraine-Drohne trifft Moskaus wichtigste Öl-Raffinerie
Ukraine-Drohne trifft Moskaus wichtigste Öl-Raffinerie

Moskau – Explosionen, Feuerball, Rauchschwaden. Die wichtigste Öl-Quelle 15 Kilometer vor Moskau brennt! Ukraine-Drohnen haben die Öl-Raffinerie angegriffen, die bis zu 40 Prozent des Moskauer Kraftstoffmarkts und rund 70 Prozent des Benzinbedarfs für Moskau und die umliegende Region liefert. Der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine entwickelt sich für Kreml-Herrscher Wladimir Putin (73) immer mehr zum Bumerang.

Videos in den sozialen Medien zeigen die angegriffene Raffinerie, im Hintergrund Moskau mit seinen goldenen Zwiebeltürmen und seinen Plattenbau-Wohnsiedlungen. Der Angriff wurde 500 Kilometer von Moskau entfernt gestartet. Die Drohnen rasten über offenes russisches Land und schlugen dann in der wichtigen Öl-Anlage ein.

Moskauer Bürgermeister spielt Angriff herunter

Der Moskauer Bürgermeister Sergei Semjonowitsch Sobjanin (67) versucht den Angriff herunterzuspielen. Er schreibt, dass alle Drohnen abgefangen wurden und nur Trümmerteile zu dem Brand an der Anlage geführt haben sollen. Diese Formulierung wird bei vielen Angriffen benutzt, um nicht zugeben zu müssen, dass Drohnen ungehindert ihr Ziel trafen. Die Russen sprechen von Dutzenden Drohnen, die sie bei der Attacke abgeschossen hätten.

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Kraftstoffmangel in Moskau

Laut Kyivpost sind die Schäden an der Raffinerie so groß, dass die Anlage derzeit außer Betrieb ist. Damit dürfte sich die Benzin-Knappheit in Moskau und in der Region weiter massiv ausweiten. Bereits jetzt ist die Kraftstoffausgabe eingeschränkt, maximal dürfen 40 Liter pro Kunde getankt werden.

Ukraine-Präsident Wolodymyr Selenskyj (48) schreibt über den Drohnen-Angriff bei X: „Diesmal bekam die Region Moskau die Reichweite der ukrainischen Langstreckenwaffen zu spüren. Eine Öl-Raffinerie wurde aus einer Entfernung von 500 Kilometern getroffen. Russland muss gezwungen werden, seinen Krieg gegen unser Volk zu beenden. Und die ukrainischen Langstreckenwaffen sind ein wichtiger Bestandteil dieses Drucks.“

Aufnahmen in sozialen Netzwerken zeigen den Feuerball nach dem Angriff. Selenskyj hatte gestern Putin zu einem weiteren Treffen aufgefordert, um den Krieg zu beenden. Nach mehreren Absagen schlug er diesmal ein Dreier-Treffen gemeinsam mit US-Präsident Donald Trump (80) in den USA vor. „Wenn Russland auch diese Chance ablehnt“, sagte Selenskyj, „wird zusätzlicher Druck nötig sein.“ Der Drohnen-Schlag gegen die Öl-Raffinerie könnte dabei erst der Anfang sein.

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