Ukraine zerstört seltene russische Haubitze 2S44 Giatsint-K bei Kupiansk
Ukraine zerstört seltene Haubitze 2S44 Giatsint-K

In der Nähe der ostukrainischen Stadt Kupiansk haben ukrainische Streitkräfte eine äußerst seltene russische Haubitze vom Typ 2S44 Giatsint-K zerstört. Nach übereinstimmenden Berichten mehrerer ukrainischer Medien handelt es sich dabei um erst den zweiten bestätigten Abschuss eines solchen Radpanzer-Selbstfahrlafettensystems. Die 151. Mechanisierte Brigade soll den Angriff mit Drohnen ausgeführt haben, wie das Portal „Censor.net“ berichtet.

Drohnenangriff auf modernes Artilleriesystem

Die ukrainische Einheit setzte laut „Censor.net“ unbemannte Luftfahrzeuge ein, um die Haubitze zu treffen. Die russischen Besatzungen versuchten offenbar noch, das Fahrzeug in Sicherheit zu bringen, doch die Zerstörung gelang. Das Portal „Militarnyi“ bestätigte den Vorfall und ordnete ihn als zweiten bestätigten Verlust dieses Typs ein.

Die Giatsint-K ist ein vergleichsweise neues russisches 152-mm-Artilleriesystem auf einem vierachsigen Radfahrgestell. Die Produktion begann erst im Jahr 2023, und seit Ende 2024 sind die Modelle im Einsatz. Bislang wurden nur wenige Exemplare ausgeliefert, was den Verlust für Moskau besonders schmerzhaft macht.

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Beweglichkeit als entscheidender Vorteil

Die Kanone basiert auf der sowjetischen gezogenen Haubitze 2A36 Giatsint-B und folgt einem ähnlichen Konzept wie die Selbstfahrlafette 2S43 Malva. Mit Standard-Splittergranaten erreicht das System eine Reichweite von rund 30 Kilometern, mit raketengestützter Munition sogar bis zu 33 Kilometer.

Der entscheidende Vorteil liegt in der Beweglichkeit: Auf der Straße erreicht die Giatsint-K bis zu 80 Kilometer pro Stunde – deutlich schneller als herkömmliche Kettenartillerie. Diese Geschwindigkeit erlaubt es russischen Besatzungen, nach einem Angriff rasch den Standort zu wechseln, bevor ukrainische Kräfte reagieren können.

Schwächung der russischen Artillerie

Die Zerstörung des mobilen Systems schwächt die russische Armee in ihrem Angriffskrieg gegen die Ukraine erheblich. Da die Giatsint-K in geringen Stückzahlen vorhanden ist, kann der Verlust nicht schnell kompensiert werden. Die russische Rüstungsindustrie hat Schwierigkeiten, die Produktion hochzufahren, während die Verluste an der Front hoch bleiben.

Die Ukraine hat in den vergangenen Monaten wiederholt erfolgreich Drohnenangriffe auf russische Artilleriesysteme durchgeführt. Die gezielte Jagd auf mobile Systeme wie die Giatsint-K soll die russische Feuerunterstützung nachhaltig beeinträchtigen.

Hintergrund: Krieg in der Ostukraine

Die Stadt Kupiansk in der Region Charkiw ist ein strategisch wichtiger Knotenpunkt und seit Beginn des Krieges immer wieder Schauplatz schwerer Kämpfe. Die ukrainischen Streitkräfte verteidigen die Region gegen russische Angriffe, die auf eine Eroberung der Stadt abzielen. Die Zerstörung der Haubitze ist ein weiterer Beleg für die Effektivität ukrainischer Drohnenoperationen.

Russland hat bislang nicht offiziell auf den Verlust reagiert. Unabhängige Bestätigungen stehen noch aus, doch die Berichte ukrainischer Quellen gelten als zuverlässig. Der Vorfall zeigt, dass die Ukraine auch gegen modernste russische Waffensysteme vorgehen kann.

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