Iran-Krieg: US-Militär sucht kreative Wege für Druck auf Teheran
US-Militär sucht kreative Wege für Iran-Krieg

Washington – Das US-Zentralkommando (CENTCOM) hat offenbar per E-Mail einen erweiterten Kreis von Militäranalysten um unkonventionelle Vorschläge gebeten, um den Iran unter Druck zu setzen. Laut einem Bericht von CNN schrieb ein hochrangiger Offizier der Geheimdienstabteilung an eine große Gruppe von Experten: „Wir suchen nach neuen, kreativen und unkonventionellen Wegen, um den Iran unter Druck zu setzen und zu bestrafen.“ Diese Anfrage verdeutlicht, dass Präsident Donald Trump derzeit nur begrenzte und wenig überzeugende Optionen im Konflikt mit Teheran hat.

Hintergrund der Anfrage

Die E-Mail stammt aus dem Umfeld von CENTCOM, jener Kommandozentrale, die Trumps Krieg gegen den Iran führt. Der Schritt ist ungewöhnlich, da normalerweise nur ein enger Kreis an der Planung beteiligt ist. Sprecher Captain Timothy Hawkins betonte: „Das US-Zentralkommando hat eine lange Tradition darin, innovativ zu denken und zu arbeiten.“ Insbesondere Kommandeur Brad Cooper wende sich „unabhängig vom Dienstgrad“ an sein Team, um frische Ideen zu sammeln.

Die Anfrage kommt zu einem Zeitpunkt, an dem Trump über eine Verschärfung der Angriffe nachdenkt – auch gegen Irans verbliebene Atomanlagen. Diese hatte er nach den Luftschlägen im vergangenen Sommer als „ausgelöscht“ bezeichnet. Doch neue Erkenntnisse deuten darauf hin, dass ein Teil der Infrastruktur in den Bergen versteckt ist.

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Das Problem mit dem „Pickaxe Mountain“

Besonders im Fokus steht der sogenannte „Pickaxe Mountain“, eine Anlage, die tief unter der Erde liegt und als Lagerstätte für Irans Zentrifugen zur Urananreicherung dient. Selbst Amerikas stärkste bunkerbrechende Bomben dürften laut CNN kaum etwas ausrichten. Für eine vollständige Zerstörung wären vermutlich Bodentruppen nötig – ein erhebliches Risiko, das Trump bislang gescheut hat.

Selbst Generalstabschef General Dan Caine, ranghöchster Militärberater des Präsidenten, räumte vor Abgeordneten ein: „Luftmacht hat ihre Grenzen.“ Diese Aussage unterstreicht die militärischen Herausforderungen, vor denen die USA stehen.

Zivile Opfer als Warnung

Zusätzlich warnen Regierungsvertreter vor vielen zivilen Opfern, sollte Trump seine Drohung wahr machen, Brücken und Meerwasserentsalzungsanlagen des Iran anzugreifen. Solche Angriffe würden die Bevölkerung treffen und könnten zu einer humanitären Krise führen. Die Suche nach kreativen Lösungen zeigt, dass die bisherigen Strategien nicht den gewünschten Erfolg gebracht haben.

Die E-Mail-Aktion von CENTCOM ist ein bemerkenswerter Schritt, da sie die Verzweiflung im Weißen Haus widerspiegelt. Analysten werden nun vor die Aufgabe gestellt, Ideen zu liefern, die sowohl militärisch wirksam als auch politisch vertretbar sind. Bislang gibt es keine Hinweise darauf, welche Vorschläge eingegangen sind oder wie sie bewertet werden.

Die Situation bleibt angespannt: Während Trump öffentlich Stärke demonstriert, suchen seine Militärs hinter den Kulissen nach Auswegen. Die kommenden Wochen könnten entscheidend sein, ob der Konflikt weiter eskaliert oder neue Wege gefunden werden.

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