Das US-Militär hat nach dem Tod von zwei seiner Soldaten bei einem iranischen Angriff in Jordanien Vergeltungsschläge gegen die iranischen Revolutionsgarden angekündigt. Um 18.00 Uhr US-Ostküstenzeit (1.30 Uhr Ortszeit im Iran) habe man neue Luftangriffe auf den Iran begonnen, teilte das zuständige Regionalkommando Centcom auf der Plattform X mit. Ziel sei es, die Fähigkeit des Irans, die Handelsschifffahrt in der Straße von Hormus zu bedrohen, weiter zu schwächen. Zudem zielten die Angriffe darauf ab, die Revolutionsgarden, die in der vergangenen Nacht Angriffe auf amerikanische Soldaten in Jordanien verübt hätten, „schnell zu bestrafen“.
Hintergrund: Zwei US-Soldaten getötet
Das US-Militär hatte am Samstag erstmals seit den Anfangstagen des Iran-Kriegs wieder tote Soldaten in den eigenen Reihen nach iranischem Beschuss gemeldet. Die beiden Soldaten seien am Freitag bei einem Einsatz in Jordanien ums Leben gekommen, als sich US-Streitkräfte und Verbündete gegen iranische Raketen- und Drohnenangriffe verteidigten, teilte Centcom auf X mit. Ein weiterer Soldat werde noch vermisst.
Eskalation im Iran-Krieg
Der Iran-Krieg begann am 28. Februar 2026 mit Angriffen der USA und Israel auf die islamische Republik. Seitdem kommt es immer wieder zu Gefechten und Angriffen. Die jüngsten Todesfälle markieren eine erneute Eskalation des Konflikts. Die USA haben nun mit Vergeltungsschlägen reagiert, die darauf abzielen, die militärischen Fähigkeiten der Revolutionsgarden zu schwächen und die Sicherheit der Handelsschifffahrt in der strategisch wichtigen Straße von Hormus zu gewährleisten.
Die Straße von Hormus ist eine der wichtigsten Wasserstraßen für den globalen Öltransport. Eine Bedrohung der Schifffahrt dort hätte weitreichende wirtschaftliche Folgen. Die USA haben daher ein starkes Interesse daran, die Kontrolle über diese Route zu behalten.
Reaktionen und Ausblick
Die Ankündigung der Vergeltungsschläge zeigt, dass die USA entschlossen sind, auf Angriffe auf ihre Streitkräfte zu reagieren. Es bleibt abzuwarten, wie der Iran auf die neuen Luftangriffe reagieren wird. Eine weitere Eskalation des Konflikts ist nicht ausgeschlossen. Die internationale Gemeinschaft beobachtet die Entwicklungen mit Sorge.



