WM-Finale 2026: Argentinien ringt England nieder – Tuchel verliert Taktikduell
WM-Finale: Argentinien besiegt England 2:1

Das Finale der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 in Mexiko, Kanada und den USA heißt Argentinien gegen Spanien. Weltmeister Argentinien besiegte England nach einem anfangs brutalen Kampf mit 2:1 (0:0). Nach einer frustrierenden ersten Halbzeit traf zunächst Gordon für Tuchels Three Lions, doch danach spielte nur noch eine Mannschaft: Argentinien, weil England offensiv nichts mehr einfiel. Hat Tuchel das Finale hergeschenkt? Wie hat Argentinien Messi ins Spiel gebracht? Und wo war Harry Kane?

Tuchels Taktik geht nicht auf

Thomas Tuchel hatte sich viel vorgenommen, doch im Endspiel blieb England blass. Nach dem Führungstreffer durch Anthony Gordon in der 52. Minute schien alles nach Plan zu laufen. Doch Argentinien, angeführt von Lionel Messi, übernahm zunehmend die Kontrolle. Messi, der bereits im Turnierverlauf mehrere Rekorde gebrochen hatte, lenkte das Spiel und bereitete den Ausgleich durch Ángel Di María vor. Nur zehn Minuten später traf Julián Álvarez zum 2:1 für den Titelverteidiger.

„Wir haben in der zweiten Halbzeit den Faden verloren. Argentinien hat uns überrannt“, analysierte Tuchel nach dem Spiel. England fand kein Mittel mehr gegen die argentinische Dominanz. Harry Kane blieb nahezu unsichtbar und kam zu keiner nennenswerten Torchance. „Es war ein Finale auf höchstem Niveau, aber wir haben nicht genug investiert, um zu gewinnen“, fügte der englische Trainer hinzu.

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Messi führt Argentinien zum Titel

Für Lionel Messi war es das sechste WM-Endspiel und der vierte Titel. Der Rekordtorjäger der WM-Geschichte erzielte im Turnier insgesamt acht Tore und bereitete fünf weitere vor. „Messi war heute der Unterschied. Er hat gezeigt, warum er der beste Spieler aller Zeiten ist“, lobte Argentiniens Trainer Lionel Scaloni. „Wir haben als Team gekämpft und uns den Sieg verdient.“

Argentinien hatte in der ersten Hälfte Probleme mit der englischen Defensive, die um Innenverteidiger John Stones kompakt stand. Nach der Pause änderte Scaloni die Taktik: Messi rückte mehr ins Zentrum, und die Flügel wurden stärker bespielt. Das zahlte sich aus. „Wir wussten, dass wir geduldig bleiben mussten. England ist eine starke Mannschaft, aber wir haben unsere Qualität gezeigt“, sagte Mittelfeldspieler Rodrigo De Paul.

Vorschau auf das Finale gegen Spanien

Im Finale trifft Argentinien auf Spanien, das sich im Halbfinale gegen Frankreich mit 2:0 durchsetzte. Die Spanier um Pedri und Lamine Yamal gelten als leichter Favorit, doch Argentinien hat bereits gezeigt, dass es gegen starke Gegner bestehen kann. „Spanien ist ein sehr guter Gegner, aber wir haben schon oft bewiesen, dass wir solche Spiele gewinnen können“, so Scaloni.

Die FIFA hatte den Spielplan mit vielen Partien kritisiert, doch sportlich bleibt die WM 2026 in Erinnerung. „Es war eine WM der Superlative, aber auch eine, die viel von den Spielern abverlangt hat“, sagte FIFA-Präsident Gianni Infantino. „Das Finale wird ein würdiger Abschluss.“

Das Endspiel zwischen Argentinien und Spanien findet am kommenden Sonntag statt. Anstoß ist um 21 Uhr deutscher Zeit im Estadio Azteca in Mexiko-Stadt.

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