Die Vereinigten Staaten haben ihre Serie von Präzisionsschlägen gegen den Iran fortgesetzt. Wie das für den Nahen Osten zuständige US-Regionalkommando Centcom mitteilte, handelte es sich um die mittlerweile elfte Nacht mit gezielten Angriffen. Ziel sei es, die militärischen Fähigkeiten des Irans weiter zu schwächen.
Hintergrund der Angriffsserie
Die nächtlichen Operationen sind Teil einer anhaltenden Kampagne, die vor rund zwei Wochen begann. Laut Centcom werden dabei vor allem militärische Infrastruktur, Waffensysteme und Kommandozentren ins Visier genommen. Die US-Regierung unter Präsident Donald Trump hat wiederholt betont, dass die Schläge notwendig seien, um die iranische Bedrohung für die Region einzudämmen.
„Die Angriffe zielen darauf ab, die Fähigkeit des Irans zu verringern, seine Nachbarn zu bedrohen und den internationalen Schiffsverkehr zu stören“, erklärte ein Sprecher des US-Verteidigungsministeriums. Seit Beginn der Operationen wurden nach US-Angaben zahlreiche Raketenstellungen, Drohnenbasen und Marineeinheiten zerstört oder beschädigt.
Auswirkungen auf die Region
Die anhaltenden Angriffe haben zu einer weiteren Verschärfung der Spannungen im Nahen Osten geführt. Der Iran hat mit Vergeltungsmaßnahmen gedroht und bereits mehrfach Raketen auf US-Stützpunkte in der Region abgefeuert. Erst am vergangenen Wochenende wurde ein US-Stützpunkt in Bahrain getroffen, wobei es jedoch keine Todesopfer gab.
Gleichzeitig bleibt die Lage in der Straße von Hormus angespannt. Iranische Revolutionsgarden haben wiederholt Tanker gestoppt und durchsucht, was zu einem Rückgang der Öllieferungen aus der Region geführt hat. Die US-Marine begleitet derweil Handelsschiffe, um die freie Durchfahrt zu gewährleisten.
Internationale Reaktionen
Die internationale Gemeinschaft zeigt sich zunehmend besorgt über die Eskalation. Die Europäische Union hat beide Seiten zur Deeskalation aufgerufen, während Russland und China die US-Angriffe verurteilt haben. Die Vereinten Nationen haben eine Dringlichkeitssitzung einberufen, um über eine mögliche Waffenruhe zu beraten.
Unterdessen hat US-Vizepräsident JD Vance Pakistan ohne eine Einigung mit dem Iran verlassen, wo er zuvor Gespräche über eine mögliche diplomatische Lösung geführt hatte. „Die Gespräche waren konstruktiv, aber es gibt noch viel zu tun“, sagte Vance vor seiner Abreise. Ein Termin für weitere Verhandlungen steht noch nicht fest.
Aussichten
Präsident Trump äußerte sich zuletzt optimistisch über ein baldiges Ende des Konflikts. „Ich denke, in zwei oder drei Wochen“, sagte Trump auf eine Frage nach der Dauer der Militäroperationen. Allerdings betonte er zugleich, dass man weiterhin alle Optionen auf dem Tisch habe. US-Kriegsminister Pete Hegseth verglich die iranische Führung kürzlich mit „Ratten“ und kündigte an, dass die USA nicht nachlassen würden, bis die Bedrohung beseitigt sei.
Die elfte Nacht der Präzisionsschläge zeigt, dass das US-Militär weiterhin auf militärischen Druck setzt, während diplomatische Bemühungen bisher keine konkreten Ergebnisse gebracht haben. Die Region bleibt in höchster Alarmbereitschaft, und die Gefahr einer weiteren Eskalation ist allgegenwärtig.



