Mehr als 60 Urlauber, darunter Kinder und ältere Menschen, sind in einem Hotel in der andalusischen Gemeinde Benahavís in Spanien durch giftige Gase verletzt worden, die mutmaßlich durch einen Defekt an der Poolpumpe freigesetzt wurden. Der Vorfall ereignete sich in einem Hotel etwa 20 Kilometer westlich von Marbella, wie die Regionalzeitung „Diario Sur“ und andere Medien berichteten. Ein Sprecher der regionalen Gesundheitsbehörde bestätigte die Berichte auf Anfrage. Bei den Betroffenen handele es sich mehrheitlich um britische Urlauber.
Defekte Pumpe setzt giftige Gase frei
Nach ersten Erkenntnissen der Behörden könnte ein Defekt an der Pumpe, die Chlor und Säure in das Schwimmbecken einleitet, den Zwischenfall verursacht haben. Dabei seien möglicherweise giftige Gase freigesetzt worden, die bei den Hotelgästen Vergiftungserscheinungen auslösten. Die genaue Ursache werde jedoch noch von den Behörden der Provinz Málaga untersucht. Der betroffene Pool wurde umgehend gesperrt. Das Hotel selbst äußerte sich auf Anfrage zunächst nicht zu dem Vorfall.
Alle Verletzten inzwischen entlassen
Die betroffenen Urlauber mussten in umliegenden Krankenhäusern behandelt werden. Wie ein Sprecher der Gesundheitsbehörde mitteilte, seien alle Patienten inzwischen aus dem Krankenhaus entlassen worden und wohlauf. Die meisten von ihnen hätten leichte Vergiftungserscheinungen gezeigt. Augenzeugen berichteten von Hustenreiz, Übelkeit und Atembeschwerden bei den Betroffenen.
Experten warnen vor falscher Chlor- und pH-Dosierung
Vergiftungen in Schwimmbädern können nach Angaben von Experten, die von spanischen Medien zitiert wurden, dann entstehen, wenn die Chlor- und pH-Dosierungen nicht korrekt eingestellt sind. Dadurch könnten reizende oder giftige Stoffe freigesetzt werden. Mögliche Folgen seien Augen- und Schleimhautreizungen sowie Atemwegs- oder Magen-Darm-Beschwerden. Die Behörden raten Hotelbetreibern, regelmäßig die Wasserqualität und die technischen Anlagen zu überprüfen.



