Die iranischen Revolutionsgarden haben erneut ein Frachtschiff in der Straße von Hormus angegriffen. Der Zwischenfall ereignete sich am frühen Morgen, wie ein Sprecher des US-Militärs bestätigte. Die Besatzung des Schiffes sei sicher, der Schaden jedoch erheblich. Es ist der zweite Angriff innerhalb weniger Tage auf Handelsschiffe in dieser strategisch wichtigen Wasserstraße.
Details zum Angriff
Nach Angaben des US-Zentralkommandos (CENTCOM) feuerte ein Schnellboot der Revolutionsgarden mehrere Raketen auf den Frachter ab. Das Schiff, das unter der Flagge eines asiatischen Landes fährt, befand sich auf dem Weg durch die Straße von Hormus, als es getroffen wurde. Die genaue Schadenshöhe ist noch unklar, aber die Besatzung konnte den Angriff unbeschadet überstehen.
Die Straße von Hormus ist eine der wichtigsten Seerouten der Welt, durch die etwa ein Fünftel des weltweiten Öltransports läuft. Ein erneuter Angriff könnte die globalen Ölpreise weiter in die Höhe treiben. Bereits nach dem ersten Angriff vor wenigen Tagen waren die Preise um mehrere Prozent gestiegen.
Reaktionen und Hintergründe
Die USA verurteilten den Angriff scharf. In einer ersten Stellungnahme hieß es, man prüfe alle Optionen, um die Sicherheit in der Region zu gewährleisten. Auch die Europäische Union zeigte sich besorgt und rief zur Deeskalation auf. Iran selbst hat sich bislang nicht offiziell zu dem Vorfall geäußert, jedoch betonten die Revolutionsgarden in der Vergangenheit, dass sie die Straße von Hormus kontrollieren und bei Bedarf schließen könnten.
Experten sehen in den Angriffen eine gezielte Provokation des Westens. Die Spannungen zwischen Iran und den USA sind seit Jahren hoch, insbesondere wegen des Atomprogramms und der Sanktionen. Die Angriffe auf Handelsschiffe könnten ein Versuch Irans sein, Druck auf die internationale Gemeinschaft auszuüben.
Auswirkungen auf die Schifffahrt
Die Reedereien reagieren mit Vorsicht. Einige haben bereits angekündigt, die Route durch die Straße von Hormus vorerst zu meiden oder alternative Wege zu suchen. Das könnte zu Verzögerungen und höheren Kosten im Welthandel führen. Die Versicherungsprämien für Schiffe in der Region sind bereits gestiegen.
Die internationale Gemeinschaft fordert von Iran, die Angriffe zu unterlassen und die Freiheit der Schifffahrt zu respektieren. Die UN-Sicherheitsrat sollte sich nach Angaben von Diplomaten in einer Dringlichkeitssitzung mit dem Thema befassen. Eine Eskalation der Lage könnte weitreichende Folgen für die gesamte Region und die Weltwirtschaft haben.



