Das US-Militär hat in der Nacht von Donnerstag auf Freitag zum 13. Mal in Folge Ziele im Iran angegriffen. Wie das Pentagon mitteilte, dauern die nächtlichen Luftangriffe gegen militärische Einrichtungen der Islamischen Republik nun bereits fast zwei Wochen an. Parallel dazu ist der Ölpreis am Freitagmorgen auf über 100 US-Dollar pro Barrel gestiegen – den höchsten Stand seit Mai 2026.
Hintergrund der anhaltenden Militäroperation
Die US-Streitkräfte führen seit dem 12. Juli 2026 fast ununterbrochen nächtliche Angriffe durch. Ziel seien laut Pentagon Raketenstellungen, Drohnenbasen und Kommandozentren des Iran. „Wir werden weiterhin die Fähigkeiten des iranischen Regimes zerstören, solange es eine Bedrohung für unsere Truppen und Verbündeten darstellt“, erklärte ein Sprecher des US-Verteidigungsministeriums. Die Angriffe erfolgen im Rahmen der Operation „Eternal Vigilance“, die US-Präsidentin Emily Carter nach einem Angriff auf einen US-Stützpunkt im Irak angeordnet hatte.
Ölpreis erreicht neue Höchststände
Die anhaltenden Kampfhandlungen im Nahen Osten haben die Energiemärkte massiv verunsichert. Am Freitagmorgen notierte die Sorte Brent Crude bei 101,40 Dollar je Barrel – ein Plus von 4,5 Prozent im Vergleich zum Vortag. Händler befürchten eine Unterbrechung der Lieferketten aus der Golfregion. Der Iran kontrolliert die Straße von Hormus, eine der wichtigsten Wasserstraßen für den globalen Öltransport. Analysten der Commerzbank warnen: „Sollte die Eskalation anhalten, könnte der Ölpreis schnell auf 120 Dollar steigen.“
Reaktionen aus der Region und international
Die iranische Regierung verurteilte die US-Angriffe als „Akt der Aggression“ und drohte mit Vergeltung. Außenminister Hassan Ruhani kündigte an, man werde „alle verfügbaren Mittel“ einsetzen, um die nationale Souveränität zu verteidigen. Die EU rief beide Seiten zur Deeskalation auf. Bundeskanzler Olaf Scholz forderte in einer Stellungnahme „sofortige Gespräche ohne Vorbedingungen“.
Auswirkungen auf die Weltwirtschaft
Der Anstieg des Ölpreises belastet bereits die globalen Finanzmärkte. Der DAX verlor am Freitagmorgen 1,8 Prozent. Auch die asiatischen Börsen gaben nach. Experten rechnen mit steigenden Benzinpreisen an den Tankstellen in Deutschland. Der ADAC prognostiziert einen Literpreis von über 2,20 Euro für Super E10. Die Inflation könnte dadurch weiter anziehen. Die Europäische Zentralbank steht vor der Herausforderung, die Geldpolitik straffen zu müssen, ohne die Konjunktur abzuwürgen.



