Ukraine: Mindestens acht Tote bei russischer Angriffswelle
Ukraine: Acht Tote bei russischer Angriffswelle (04.08.2026)

In der Nacht zu Dienstag haben ukrainische Drohnen die russische Hauptstadt Moskau und die umliegende Region angegriffen. Nach Angaben russischer Behörden kamen dabei mindestens fünf Menschen ums Leben. Gleichzeitig setzte Russland seine Angriffswelle auf ukrainische Städte fort, bei der nach ukrainischen Angaben mindestens acht Menschen starben. Präsident Wolodymyr Selenskyj forderte erneut die sofortige Lieferung von Patriot-Flugabwehrraketen aus dem Westen.

Angriff auf Moskau: Tote und Schäden

Die ukrainischen Streitkräfte haben nach russischen Angaben mehrere Drohnen auf den Großraum Moskau abgefeuert. Die russische Luftabwehr habe einen Großteil der Drohnen abgefangen, teilte das Verteidigungsministerium in Moskau mit. Dennoch seien Trümmerteile auf ein Geschäftszentrum und ein Wohngebiet gestürzt. Dabei wurden mindestens fünf Menschen getötet und zahlreiche weitere verletzt. Auch das Logistikunternehmen Wildberries wurde nach Angaben des Unternehmens getroffen.

Die Behörden in der Region Moskau sprachen von einem der schwersten Angriffe seit Beginn des Krieges. Gouverneur Andrej Worobjow erklärte, die Luftabwehr habe in der Nacht mehr als 20 Drohnen über der Region abgeschossen. Die genaue Zahl der eingesetzten Drohnen blieb unklar. In sozialen Netzwerken kursierten Videos, die Explosionen und Feuerschein am Himmel über Moskau zeigen sollen.

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Russische Angriffswelle auf die Ukraine

Parallel zu den Angriffen auf Moskau hat Russland erneut ukrainische Städte und Infrastruktur attackiert. Nach Angaben des ukrainischen Innenministeriums wurden bei den Angriffen in verschiedenen Regionen mindestens acht Menschen getötet und Dutzende verletzt. Besonders betroffen waren die Gebiete Charkiw, Dnipropetrowsk und Odessa. Dort wurden Wohnhäuser und Energieanlagen getroffen.

In der Stadt Cherson, die regelmäßig unter Beschuss steht, kamen nach Behördenangaben zwei Menschen ums Leben. Eine Frau und ein Mann starben, als eine Drohne ein Wohnhaus traf. Die örtlichen Rettungskräfte suchten stundenlang nach Verschütteten. In der Region Charkiw wurden mindestens vier Menschen getötet, als eine Rakete in ein Wohngebiet einschlug.

Selenskyj fordert Patriot-Systeme

Angesichts der anhaltenden russischen Luftangriffe hat der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj seine Forderung nach mehr Luftverteidigungssystemen erneuert. In seiner abendlichen Videoansprache sagte Selenskyj: „Wir brauchen dringend Patriot-Systeme und Raketen dafür. Jede Verzögerung bei der Lieferung kostet Menschenleben.“ Er appellierte an die Verbündeten, die Entscheidungen zu beschleunigen.

Selenskyj betonte, dass die Ukraine in der Lage sei, russische Raketen und Drohnen abzuschießen, wenn sie genügend Systeme erhalte. Er verwies auf die jüngsten Erfolge bei der Abwehr russischer Angriffe. Gleichzeitig kritisierte er, dass die westlichen Länder zu zögerlich handelten. „Die Zeit arbeitet nicht für uns, sondern für den Terror“, so Selenskyj.

Internationale Reaktionen und Ausblick

Die Angriffe auf Moskau haben international für Aufsehen gesorgt. Die USA und die EU zeigten sich besorgt über die Eskalation. Ein Sprecher des US-Außenministeriums erklärte, man beobachte die Lage genau und unterstütze die Ukraine weiterhin bei der Selbstverteidigung. Die russische Regierung kündigte an, auf die Angriffe zu reagieren und die „Militärinfrastruktur“ der Ukraine weiter zu schwächen.

Der ukrainische Generalstab meldete unterdessen, dass die russischen Verluste an Soldaten und Material weiterhin hoch seien. Seit Beginn der Invasion seien mehr als 500.000 russische Soldaten getötet oder verletzt worden. Diese Zahlen lassen sich nicht unabhängig überprüfen. Die Kämpfe in der Ostukraine dauern an, insbesondere in den Gebieten Donezk und Luhansk.

Die Lage bleibt angespannt. Beobachter befürchten, dass die russischen Angriffe auf ukrainische Städte weitergehen, während die Ukraine versucht, mit Drohnenangriffen den Druck auf Moskau zu erhöhen. Die internationale Gemeinschaft steht vor der Herausforderung, eine weitere Eskalation zu verhindern und gleichzeitig die Ukraine zu unterstützen.

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