Die Los Angeles Dodgers haben trotz massiver Fan-Proteste die Einladung ins Weiße Haus angenommen. Am Donnerstag überreichte Teambesitzer Mark Walter US-Präsident Donald Trump einen personalisierten Meisterschaftsring und ein Trikot mit der Nummer 47. Die Dodgers hatten 2025 zum zweiten Mal in Folge die World Series der Major League Baseball (MLB) gewonnen.
Hintergrund der Wut: Tödliche ICE-Razzien
Die Kritik der Fans entzündete sich an den Übergriffen der Einwanderungsbehörde ICE, die kurz zuvor in Los Angeles vor allem spanischsprachige Migranten ins Visier genommen hatte. Bei Razzien in Textilfabriken, Autowaschanlagen und anderen Betrieben kam es zu Protesten, bei denen zahlreiche Menschen bei Zusammenstößen mit Sicherheitskräften verletzt wurden. Zur Fangemeinde der Dodgers gehören viele Lateinamerikaner.
Spieler bleiben fern
Dem Besuch im Weißen Haus blieben die Profis Mookie Betts und Enrique Hernandez fern. Der Puertoricaner Hernandez erklärte, er kuriere eine Verletzung aus, wäre aber „ohnehin nicht hingegangen“. Berichten zufolge kam auch Pitcher Edgardo Henriquez nicht nach Washington. Der japanische Superstar Shohei Ohtani nahm dagegen wie der Großteil der Mannschaft an der Zeremonie im Rosengarten teil.
Zweiter Besuch bei Trump
Für die Dodgers war es der zweite Besuch in zwei Jahren bei Trump. Die Oklahoma City Thunder, Champion der Basketball-Profiliga NBA 2025, hatten im März ihre Feier im Weißen Haus abgesagt – offiziell aus Termingründen. Ob die New York Knicks nach ihrem Titelgewinn im Juni der Einladung folgen, hat die Basketball-Franchise aus Trumps Heimatstadt noch nicht entschieden.



