Trump verdient Milliarden mit Krypto: Korruptionsvorwürfe in zweiter Amtszeit
Trump verdient Milliarden mit Krypto: Korruptionsvorwürfe

Präsident Donald Trump hat in seiner zweiten Amtszeit Einnahmen von mehr als 2,2 Milliarden Dollar erzielt, davon über 1,4 Milliarden Dollar aus Kryptowährungsgeschäften. Das geht aus einem 927-seitigen Finanzbericht hervor, den er beim Office of Government Ethics eingereicht hat. Die Summe ist selbst für Trump-Verhältnisse obszön und übersteigt bei Weitem jede Zahl, die der gelernte Immobilienhändler jemals zuvor in seiner Karriere erreicht hat, kommentiert Dirk Hautkapp, US-Korrespondent der Funke Mediengruppe.

World Liberty Financial: 500 Millionen Dollar aus den Emiraten

Besonders heikel ist der Deal mit der Firma „World Liberty Financial“, die Trump kurz vor seiner zweiten Amtseinführung im Januar 2025 mit seinen Söhnen Donald Jr. und Eric gründete. Aus Token-Verkäufen kamen mehr als eine halbe Milliarde Dollar zusammen. Die Emirate zahlten 500 Millionen Dollar für 49 Prozent Anteil an World Liberty, wenige Tage bevor Trump den Amtseid leistete. Später bekamen die Potentaten aus dem Nahen Osten Zugang zu sensibler amerikanischer Chip-Technologie für Künstliche Intelligenz.

$TRUMP-Memecoin: 630 Millionen Dollar für den Präsidenten

Daneben steht der sogenannte $TRUMP-Memecoin, der ebenfalls kurz vor der Amtseinführung aus dem Boden schoss und dem Präsidenten über 630 Millionen Dollar einbrachte. Ein Memecoin ist kein Unternehmen, keine Fabrik, keine Erfindung. Er ist ein digitales Zeichen, dessen Wert aus Aufmerksamkeit entsteht, aus Herdentrieb, aus der Hoffnung auf den nächsten Käufer. Bei normalen Bürgern nennt man so etwas Spekulation. Beim Präsidenten wird daraus die Monetarisierung von Macht.

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Millionen Anleger verlieren Milliarden

Während Trump profitiert, erleiden viele seiner Anhänger massive Verluste. Nach Analysen der Firma Nansen haben laut „New York Times“ fast eine Million Menschen, die Trumps Memecoin gekauft haben, bis Ende Juni zusammengerechnet 3,8 Milliarden Dollar verloren. Trump baut als Präsident den Rechtsrahmen für eine Branche, von der er persönlich profitiert. Mit dem „Genius Act“ wurde der erste große Stablecoin-Rahmen der USA geschaffen.

Partei schweigt zu Trumps Machenschaften

Die Republikaner schweigen zu den Vorgängen, teils mit geballter Faust in der Tasche, weil sie gelernt haben, dass Empörung gegen Trump Karrieren abrupt verkürzt. Kaliforniens Gouverneur Gavin Newsom sagte: „Donald Trump ist der korrupteste Präsident in der Geschichte der Vereinigten Staaten.“ In einer funktionierenden Demokratie darf ein Präsident nicht gleichzeitig oberster Regelsetzer und größter Profiteur eines dubiosen Finanzmarktes sein, so der Kommentar.

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