Beim Finale der Fußball-Weltmeisterschaft zwischen Spanien und Argentinien am Sonntag (21.00 Uhr MESZ/ZDF und MagentaTV) wird US-Präsident Donald Trump eine zentrale Rolle spielen. FIFA-Präsident Gianni Infantino kündigte an, dass Trump den goldenen Pokal an den Kapitän der Siegermannschaft übergeben wird – entweder an Lionel Messi oder an Rodri. Es ist das erste WM-Spiel, das Trump live im Stadion verfolgt, nachdem er sich während des gesamten Turniers zurückgehalten hatte.
Trump und Infantino: Eine umstrittene Freundschaft
Die Beziehung zwischen Trump und Infantino wird kritisch beobachtet. Bereits bei der WM-Auslosung erfand Infantino einen FIFA-Friedenspreis und überreichte Trump einen goldenen Pokal. Trump bezeichnete dies damals als „eine der größten Ehren meines Lebens“. Im Weißen Haus steht eine Kopie des WM-Pokals sowie das Original der Club-WM, das Trump laut FIFA behalten darf. „Die können sie für immer behalten. Wir machen eine neue“, soll es aus der FIFA geheißen haben.
Skandal um Rote Karte für Balogun
Der größte Skandal dieser WM war Trumps Einmischung im Fall von US-Stürmer Folarin Balogun. Trump rief Infantino an und regte eine Überprüfung der Roten Karte an. Die Sperre wurde zur Bewährung ausgesetzt, obwohl beide beteuern, dass Infantino nichts mit der Entscheidung zu tun hatte.
US-Hymne vor dem Finale sorgt für Spannungen
Die FIFA kündigte an, dass Jennifer Hudson vor dem Finale die US-Nationalhymne singen wird. Dies ist bei Fußball-Weltmeisterschaften unüblich und stößt bei Fans auf Kritik. Bislang wurde die Hymne nur vor Spielen der US-Nationalmannschaft oder am Unabhängigkeitstag gespielt. Trump wird während der Hymne vermutlich salutieren, was an Bilder aus dem Super Bowl oder den NBA-Finals erinnert, wo er ebenfalls für Buh-Rufe sorgte.
Trump bereits bei Club-WM-Siegerehrung dabei
Bereits vor einem Jahr überreichte Trump bei der Club-WM den Pokal an Kapitän Reece James vom FC Chelsea. Damals blieb er auf der Bühne stehen, während James die Trophäe jubelnd in die Höhe reckte. Es ist wahrscheinlich, dass auch der neue Weltmeister die ersten Siegerfotos mit Trump teilen muss.
Politische Spaltung auch im Stadion sichtbar
Die US-Hymne, die für Amerikaner ein Moment der Gemeinschaft ist, könnte die politische Spaltung des Landes verdeutlichen. Sobald Trump auf der Stadionleinwand gezeigt wird, sind Buh-Rufe zu erwarten – nicht nur von US-Fans, sondern auch von Anhängern Spaniens und Argentiniens.



