Studie: Männer wohnen im Studium häufiger bei Eltern als Frauen
Studie: Männer wohnen im Studium häufiger bei Eltern

Männer ziehen für das Studium seltener von zu Hause aus als ihre Kommilitoninnen. Während von den Studenten ein knappes Drittel (32,7 Prozent) noch im Elternhaus wohnt, sind es bei den Studentinnen weniger als ein Viertel (24,2 Prozent). Das ist ein Ergebnis einer aktuellen Auswertung des Centrums für Hochschulentwicklung (CHE), für die in den vergangenen drei Wintersemestern mehr als 87.000 Studierende zu ihrer Wohnsituation befragt wurden.

Gesamttrend: Weniger Studierende leben bei den Eltern

Insgesamt ist der Anteil der Studierenden, die im Elternhaus leben, im Vergleich zur Auswertung aus dem Jahr 2023 um 0,5 Prozentpunkte auf 27,9 Prozent zurückgegangen – nach Jahren des kontinuierlichen Anstiegs. Ähnlich viele Studierende (27,8 Prozent) wohnen in einer privaten Mietwohnung, ein leichtes Plus von 1,3 Prozentpunkten seit 2023. Rund ein Viertel (24,8 Prozent) teilt die Wohnung mit anderen in einer Wohngemeinschaft – hier sank der Anteil um 1,4 Prozentpunkte. Etwas seltener wohnen Studierende in einem Studentenwohnheim (15,2 Prozent).

Starke regionale Unterschiede

Die Wohn- und Lebenssituationen unterscheiden sich laut CHE je nach Hochschulstandort gewaltig: Im Saarland – dem Spitzenreiter unter den Bundesländern – leben 42,8 Prozent während des Studiums weiter bei den Eltern. Die meisten WG-Bewohner im Ländervergleich gibt es in Thüringen mit einer Quote von 33,2 Prozent. Den höchsten Anteil von Studierenden in einer Mietwohnung hat Mecklenburg-Vorpommern mit 46,7 Prozent.

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Nähe zum Campus: Studierende rücken näher

Das CHE fragte auch nach der Entfernung des Wohnortes von der Hochschule. Eine große Mehrheit von 63,2 Prozent lebt während des Semesters direkt vor Ort. 30,4 Prozent der Befragten wohnen bis zu 50 Kilometer vom Hochschulort entfernt, 6,4 Prozent legen sogar noch weitere Wege zurück. Im Vergleich zur vorangegangenen Auswertung sind die Studierenden damit insgesamt etwas näher an den Hochschulstandort herangerückt, so das CHE.

Auch hier zeigen sich deutliche regionale Unterschiede je nach Bundesland: Während in Mecklenburg-Vorpommern der Anteil der Studierenden, die direkt am Hochschulstandort leben, mit 88,3 Prozent bundesweit am höchsten ist, ist der Anteil im Saarland mit 43,3 Prozent nur knapp halb so groß. Die Wege legen die Studierenden dabei überwiegend mit öffentlichen Verkehrsmitteln, dem Fahrrad oder zu Fuß zurück. Ein gutes Viertel nutzt ein Auto, um zur Hochschule zu gelangen.

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