BMW verzeichnet Gewinneinbruch von 34,9 Prozent im zweiten Quartal
BMW Gewinnrückgang 34,9 Prozent im zweiten Quartal

Der Münchner Automobilkonzern BMW verzeichnete im zweiten Quartal 2026 einen deutlichen Gewinnrückgang. Das operative Ergebnis sank um knapp 35 Prozent auf 1,2 Milliarden Euro, wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte. Der Einbruch ist vor allem auf schwache Verkäufe in China und den harten globalen Wettbewerb zurückzuführen.

Ursachen des Gewinnrückgangs

BMW nannte "deutliche Rückgänge im chinesischen Markt" und "weltweit zunehmend herausfordernde Umweltbedingungen", etwa die Folgen des anhaltenden Nahostkonflikts. BMW-Chef Milan Nedeljkovic erklärte: "Ein harter globaler Wettbewerb, steigende regulatorische Anforderungen und die Auswirkungen geopolitischer Konflikte werden unser Geschäftsmodell in den nächsten Jahren prägen. Daher gilt es, schlank und agil zu sein."

Stellenabbau geplant

Aus Unternehmenskreisen wurde bekannt, dass BMW bis Ende 2027 rund 8000 der insgesamt 85.000 Stellen streichen will. Der Konzern betonte, mit dem Betriebsrat sei eine "weitreichende Anpassung der Personalstrukturen inklusive eines freiwilligen Abfindungsprogramms" vereinbart worden. Eine genaue Zahl der betroffenen Stellen nannte das Unternehmen nicht. Die Anpassung sei ein "erster schneller Schritt", um den Autobauer auf "dauerhaft veränderte Rahmenbedingungen auszurichten".

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Absatzzahlen im Detail

In den ersten sechs Monaten des Jahres lieferte BMW weltweit knapp 1,16 Millionen Fahrzeuge der Marken BMW, Mini und Rolls-Royce aus – ein Minus von 4,2 Prozent. Im zweiten Quartal waren es rund 591.000 Autos, 4,9 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Während die Auslieferungen in Europa und den USA zulegten, brachen die Verkäufe in China im ersten Halbjahr um 20,4 Prozent ein, im zweiten Quartal sogar um 30,2 Prozent.

Zukunftsausblick

Der Autobauer will seine Organisation und Prozesse neu gestalten, um sich den veränderten Rahmenbedingungen anzupassen. Nedeljkovic betonte die Notwendigkeit, schlank und agil zu bleiben. Die geopolitischen Konflikte, insbesondere im Nahen Osten, sowie die regulatorischen Anforderungen stellen die Branche vor große Herausforderungen. Die angekündigten Personalanpassungen sind Teil eines umfassenden Sparprogramms, das die Wettbewerbsfähigkeit des Konzerns sichern soll.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration