Die sportliche Luxusmarke Brabus emanzipiert sich weiter von etablierten Fahrzeugherstellern: Der Mittelständler aus Bottrop präsentierte jetzt den Bodo, ein Hypercar mit 1000 PS. Benannt nach dem im Jahr 2018 verstorbenen Firmengründer Bodo Buschmann ist der Gran Turismo das erste Modell, dem man die Verwandtschaft mit einem Serienfahrzeug nicht mehr ansieht.
Eigenständige Karosserie aus Vollkarbon
Nachdem das Unternehmen mit extremem Tuning von Mercedes, Rolls-Royce, Porsche oder Bentley groß geworden ist, zeigt sich der gute fünf Meter lange 2+2-Sitzer nun in einer völlig eigenständigen Karosserie aus Vollkarbon. Eine schier endlos lange Haube und ein kurzes Heck lassen den Wagen schon im Stand rasant wirken.
Die Karosserie und das Innenleben hat Brabus selbst entwickelt. Genutzt wird aber ein fertig entwickeltes Chassis, so Firmenchef Constantin Buschmann. Dieses stammt von Aston Martin und trägt dort den Namen Vanquish.
V12-Motor mit 20 Prozent mehr Leistung
Von den Briten übernehmen die Bottroper auch den 5,2 Liter großen V12-Motor, den sie allerdings noch einmal trainieren. Er wird rund 20 Prozent stärker und leistet nun 735 kW, umgerechnet 1000 PS. Damit beschleunigt der Bodo in rund 3,0 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100 und erreicht bis zu 360 km/h, so der Hersteller.
Als Referenz an das Brabus-Gründungsjahr 1977 ist der Bodo auf 77 Exemplare limitiert. Die Preise beginnen bei etwa 1,2 Millionen Euro. Dennoch ist rund die Hälfte der Fahrzeuge bereits verkauft, teilt Brabus mit.
Bestätigung und Ansporn für die Zukunft
Firmenchef Constantin Buschmann sieht dies als Bestätigung und Ansporn für die nächsten Projekte. Zwar will er weder das Mercedes-Tuning aufgeben noch anderen Marken den Rücken kehren, doch verspricht er für jedes Jahr mindestens ein neues Projekt, das maximale Eigenständigkeit zeigt.



