De Beers legt Venetia-Mine in Südafrika für zwei Jahre still
De Beers legt Südafrikas größte Diamantenmine still

De Beers stoppt Produktion in Venetia-Mine

Der Diamantenkonzern De Beers will seine größte Mine in Südafrika, die Venetia-Mine, für zwei Jahre stilllegen. Grund ist der zunehmende Druck durch Labordiamanten, die den Markt für Naturdiamanten belasten. Rund 4400 Arbeiter sind von der vorübergehenden Schließung betroffen, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte.

Marktbedingungen bleiben herausfordernd

Die Marktbedingungen für Diamanten würden „voraussichtlich kurzfristig herausfordernd“ bleiben, erklärte De Beers. Durch künstlich hergestellte Diamanten aus dem Labor ist der Verkauf von Naturdiamanten zuletzt unter Druck geraten. Mit dem angekündigten Schritt will das Unternehmen Kosten senken. De Beers gehört mehrheitlich dem britischen Bergbauriesen Anglo American, der seine Anteile jedoch verkaufen will.

Venetia-Mine seit über 30 Jahren in Betrieb

Die Venetia-Mine liegt nahe der Grenze zu Botswana und Simbabwe und wird seit mehr als 30 Jahren von De Beers betrieben. Sie deckt mehr als 40 Prozent der Diamantenproduktion des Landes ab. 2012 begann der Konzern, die Mine auch unter Tage auszubeuten und Edelsteine in einer Tiefe von mehr als 1000 Metern zu fördern. Zuvor handelte es sich um einen Tagebau. Ziel war eine jährliche Förderung von etwa vier Millionen Karat Diamanten.

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Frühere Entscheidung zu kanadischer Mine

Der Vorschlag für eine Produktionspause im Venetia-Bergwerk folgt laut De Beers auf eine frühere Entscheidung, ein Bergwerk in Kanada nicht auszubauen. De Beers-Chef Al Cook erklärte, das Unternehmen verändere sich, um Widerstandsfähigkeit sicherzustellen und die langfristige Wertschöpfung zu fördern.

Trend zu Labordiamanten

Immer mehr Menschen entscheiden sich bei Verlobungsringen für Labordiamanten, die deutlich günstiger sind als natürliche Steine. Prominente wie Taylor Swift oder Georgina Rodríguez haben zuletzt mit ihren Ringen aus Laborware Aufmerksamkeit erregt. Dies setzt die traditionellen Diamantenproduzenten unter Druck.

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