Hochtief gelingt der Sprung in den deutschen Leitindex
Die Deutsche Börse hat am Mittwochabend die Aufnahme von Hochtief in den Dax bestätigt. Der Baukonzern aus Essen ersetzt die Porsche SE im wichtigsten deutschen Börsenindex. Seit 2023 hat sich der Aktienwert von Hochtief mehr als vervierfacht – eine beeindruckende Erfolgsgeschichte, die auf mehreren Säulen ruht.
Treiber des Wachstums: Rechenzentren und Infrastruktur
Das Unternehmen profitiert von einer Reihe günstiger Entwicklungen. Dazu gehören der Boom bei Rechenzentren, milliardenschwere Infrastrukturprogramme und steigende Verteidigungsausgaben vieler Staaten. Der entscheidende Faktor liegt jedoch weit entfernt von der Konzernzentrale in Essen: die Tochtergesellschaft Turner Construction in Nordamerika. Turner ist einer der größten Baukonzerne der Region und baut derzeit einen Großteil der Infrastruktur, die den KI-Boom ermöglicht.
Rekordzahlen bei Turner Construction
Ende Mai meldete Turner einen kräftigen Zuwachs. Die Neuaufträge stiegen um 48 Prozent auf 12,1 Milliarden US-Dollar, der Auftragsbestand wuchs um 34 Prozent auf 48,9 Milliarden US-Dollar. Als wichtigste Treiber nennt das Unternehmen Rechenzentren. Allein in den ersten Monaten dieses Jahres erhielt Turner zehn Großaufträge mit einem Bauvolumen von jeweils mehr als einer Milliarde Dollar – mehr als im gesamten Vorjahr. Diese Entwicklung unterstreicht die strategische Ausrichtung von Hochtief auf zukunftsträchtige Märkte.
Mit dem Dax-Aufstieg wird Hochtief nun noch stärker im Fokus von Investoren stehen. Die Aktie hat bereits in den vergangenen Jahren eine beeindruckende Performance gezeigt, und die Aussichten bleiben positiv. Analysten sehen weiteres Potenzial, insbesondere durch die anhaltende Nachfrage nach Rechenzentren und Infrastrukturprojekten in Nordamerika. Der Baukonzern hat sich damit als einer der Gewinner der aktuellen Wirtschaftsentwicklung positioniert.



