Der internationale Autokonzern Stellantis hat im zweiten Quartal 2026 einen Gewinn von 293 Millionen Euro erwirtschaftet. Wie das Unternehmen in seinem Geschäftsbericht mitteilte, stand im Vorjahresquartal noch ein Verlust von 1,9 Milliarden Euro zu Buche. Der Umsatz legte um 13 Prozent auf 43,5 Milliarden Euro zu. Zu Stellantis gehören Marken wie Fiat, Opel, Citroën, Peugeot, Jeep und Chrysler.
Gewinnsprung dank Absatzplus
Der Gewinnsprung ist vor allem auf deutlich gestiegene Verkaufszahlen zurückzuführen. Stellantis-Chef Antonio Filosa erklärte: „Wir haben unsere Ergebnisse bei allen unseren wichtigsten Finanzkennzahlen verbessert.“ Filosa hatte seinen Posten im Mai 2025 angetreten und einen Strategieplan mit Investitionen in Höhe von 60 Milliarden Euro angekündigt. Diese konzentrieren sich stark auf Nordamerika, während in Europa die Produktionskapazitäten reduziert wurden.
Regionale Unterschiede
Nach Regionen betrachtet verzeichnete Stellantis Fortschritte auf den wichtigsten Märkten, insbesondere in den USA. Dort stiegen die Verkäufe, obwohl der gesamte US-Automarkt um 0,3 Prozent schrumpfte. In Europa legten die Verkäufe um drei Prozent zu. In Südamerika sanken sie um zwei Prozent, im Nahen Osten und in Afrika um sechs Prozent. Besonders stark fiel der Rückgang im asiatisch-pazifischen Raum aus: Hier brach der Absatz um 29 Prozent ein.
Die Investitionen in Nordamerika zielen darauf ab, die Marktposition dort weiter zu stärken. Gleichzeitig passt Stellantis seine Kapazitäten in Europa an die veränderte Nachfrage an. Die Ergebnisse zeigen, dass der Konzern nach dem Verlust im Vorjahr wieder auf Kurs ist. Analysten bewerten die Entwicklung positiv, weisen jedoch auf die anhaltenden Herausforderungen in Asien hin.



