Tachobetrug erkennen: 10 Tricks, um Betrüger zu entlarven
Tachobetrug erkennen: 10 Tricks gegen Betrüger

Beim Kauf eines Gebrauchtwagens ist der Kilometerstand ein entscheidendes Kriterium. Doch leider wird der Tacho oft manipuliert, um den Wert des Fahrzeugs künstlich zu steigern. Mit diesen zehn Tricks können Sie Tachobetrug erkennen und sich vor bösen Überraschungen schützen.

1. Das Serviceheft prüfen

Ein Blick ins Serviceheft kann viel verraten. Die eingetragenen Kilometerstände sollten logisch ansteigen. Fehlen Einträge oder wirken sie unglaubwürdig, ist Vorsicht geboten.

2. Abnutzungsspuren vergleichen

Ein niedriger Kilometerstand sollte mit dem Zustand von Lenkrad, Pedalen, Schaltknauf und Sitzen übereinstimmen. Stark abgenutzte Teile bei angeblich geringer Laufleistung sind ein Warnsignal.

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3. Die Bordelektronik auslesen

Viele moderne Fahrzeuge speichern den Kilometerstand in mehreren Steuergeräten. Eine Werkstatt kann diese Daten auslesen und mit dem Tachostand vergleichen. Abweichungen deuten auf Manipulation hin.

4. Reifen und Bremsen kontrollieren

Bei einem Kilometerstand von 30.000 km sollten die Reifen noch gut Profil haben. Sind sie bereits abgefahren oder wurden sie kürzlich erneuert, könnte der Tacho zurückgedreht sein.

5. Die Historie des Fahrzeugs recherchieren

Online-Dienste wie Carfax oder die Datenbank des Kraftfahrt-Bundesamtes (KBA) können frühere Kilometerstände aus HU-Berichten oder Reparaturen liefern. Ein plötzlicher Rückgang ist verdächtig.

6. Auf fehlende Aufkleber achten

Manche Werkstätten kleben Aufkleber mit dem Kilometerstand in den Motorraum oder die Türsäule. Fehlen diese oder wirken sie manipuliert, könnte der Tacho gedreht worden sein.

7. Den Motorzustand beurteilen

Ein Motor mit geringer Laufleistung sollte sauber und ohne Ölspuren sein. Starke Verschmutzungen oder ein ungewöhnlich hoher Ölverbrauch sprechen für eine höhere Laufleistung.

8. Die Karosserie auf Steinschläge untersuchen

Je mehr Kilometer ein Auto gefahren ist, desto mehr Steinschläge hat die Front. Bei einem angeblich jungen Auto mit vielen Steinschlägen stimmt etwas nicht.

9. Die Innenraumbeleuchtung prüfen

Abgenutzte Schalter oder durchgescheuerte Polster sind Indizien für eine hohe Nutzung. Auch ein durchhängendes Dachhimmel kann auf viele Kilometer hindeuten.

10. Eine Probefahrt machen

Bei der Probefahrt sollten Sie auf ungewöhnliche Geräusche, Vibrationen oder ein schwergängiges Getriebe achten. Diese können auf Verschleiß durch hohe Laufleistung hinweisen.

Mit diesen Tricks können Sie das Risiko eines Tachobetrugs minimieren. Im Zweifel lohnt sich ein unabhängiger Fahrzeugcheck durch eine Werkstatt. So kaufen Sie sicherer und vermeiden teure Fehlkäufe.

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