Die USA haben am Freitag neue Zölle in Höhe von 10 und 12,5 Prozent gegen 60 Handelspartner verhängt, darunter die EU-Staaten. Washington begründete die Maßnahme mit einer angeblich laxen Umsetzung von Verboten der Zwangsarbeit. Kanada droht umgehend mit Vergeltungszöllen.
Hintergrund der neuen US-Zölle
Mit dem Auslaufen weltweiter Zölle führten die USA die neuen Abgaben ein. Betroffen sind Importe aus der Europäischen Union sowie aus Ländern wie Japan, Südkorea und Indien. Die Zölle gelten ab sofort und sollen solange in Kraft bleiben, bis die betroffenen Länder nachweisen, dass sie Zwangsarbeit in ihren Lieferketten wirksam unterbinden.
Kanada kündigt Vergeltung an
Kanada, das ebenfalls auf der Liste der 60 betroffenen Länder steht, reagierte scharf. Premierminister Mark Carney erklärte: „Kanada wird nicht tatenlos zusehen, wie unsere Wirtschaft durch unfaire Zölle geschädigt wird. Wir bereiten gezielte Vergeltungsmaßnahmen vor, die US-Produkte im Wert von mehreren Milliarden Dollar betreffen werden.“
Reaktionen aus der EU
Die EU-Kommission zeigte sich enttäuscht und kündigte an, die neuen Zölle vor der Welthandelsorganisation (WTO) anzufechten. Ein Sprecher sagte: „Die USA haben keine stichhaltigen Beweise für ihre Vorwürfe vorgelegt. Wir werden unsere Interessen entschlossen verteidigen.“
Auswirkungen auf den Welthandel
Ökonomen warnen vor einer Eskalation des Handelskonflikts. Die neuen Zölle könnten globale Lieferketten stören und die Inflation in den USA und anderen Ländern anheizen. Laut einer Studie des Instituts für Weltwirtschaft könnten die Zölle das globale Wirtschaftswachstum um bis zu 0,5 Prozentpunkte dämpfen.



