HSV-Trainer Polzin: Sommerpause zur Selbstreflexion in Madrid genutzt
Polzin: Sommerpause zur Selbstreflexion genutzt

Vor dem Start des Hamburger SV in die Vorbereitung auf die neue Saison in der Fußball-Bundesliga hat sich Cheftrainer Merlin Polzin noch einmal zurückgezogen. „Mir tut es total gut, wenn ich mir Zeit für mich nehme, um Dinge aufzuarbeiten“, sagte der 35-Jährige im Interview auf der Vereinswebseite.

Vier Tage allein in Madrid

Er sei gegen Ende der Sommerpause vier Tage allein in Madrid gewesen, habe sich „Notizen und Gedanken darüber gemacht, wo ich als Mensch und Trainer hinkommen will und was ich mit der Mannschaft erarbeiten möchte“, berichtete er im Trainingslager in Oberlängenfeld. Er lese unglaublich gerne Biografien oder Sachbücher über Führung. „Dabei finde ich viel Inspiration in anderen Sportarten, wie etwa beim Football oder Basketball“, sagte er. Gerade das Thema Kultur und Mindset sei ihm wichtig.

Erfüllung im gemeinsamen Weg

An seinem Job erfülle ihn, dass man gemeinsam mit dem Trainerteam und der Mannschaft schaffe, „für eine gewisse Art und Weise zu stehen, die man sich durch tagtägliches Investieren erarbeitet“. Wenn man dann merke, dass aus Einzelnen eine Gemeinschaft wird, „dann ist das sehr erfüllend“, sagte Polzin. „Es ist der gemeinsame Weg und auch das Spielen für etwas, das größer ist als drei Punkte.“

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Polzin über sich: „Ich bin deutlich ruhiger geworden“

Polzin steht vor seiner zweiten Saison als Bundesliga-Cheftrainer. Ende 2024 war er vom Co- zum Cheftrainer befördert worden und führte die Mannschaft 2025 in die Bundesliga zurück. In der vergangenen Spielzeit gelang dem HSV unter seiner Führung als Tabellen-13. souverän der Klassenverbleib. Insgesamt arbeitet Polzin seit zehn Jahren als Co- und Cheftrainer. Rückblickend stellt er fest: „Ich bin deutlich ruhiger geworden, besonders mit Blick auf die Emotionskontrolle und die Bewertung von Aktionen“, sagte er. „Die Entscheidungen, die ich jetzt treffe, sind deutlich weitreichender und nicht so kurzfristig gedacht, wie es vielleicht früher der Fall war.“ Die Erfahrungen, die er gewonnen habe, „haben mir ein Stück weit Ruhe und Kraft gegeben, um gute Dinge für die Zukunft zu entscheiden“.

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