US-Kartellbehörde will Henkel-Übernahme stoppen
US-Kartellbehörde stoppt Henkel-Übernahme

US-Kartellbehörde reicht Klage gegen Henkel ein

Die US-amerikanische Wettbewerbsbehörde Federal Trade Commission (FTC) hat rechtliche Schritte gegen den Düsseldorfer Konsumgüterkonzern Henkel eingeleitet, um die geplante Übernahme des Klebstoffherstellers ‚The Original‘ zu verhindern. Die FTC reichte am Mittwoch eine Klage vor einem Bundesgericht ein und argumentiert, dass der Zusammenschluss den Wettbewerb auf dem Markt für bestimmte Klebstoffe erheblich beeinträchtigen würde.

Details der geplanten Übernahme

Henkel hatte im vergangenen Jahr angekündigt, das Unternehmen ‚The Original‘, einen Hersteller von Spezialklebstoffen, für einen nicht genannten Betrag übernehmen zu wollen. Die Transaktion sollte das Portfolio von Henkel im Bereich der industriellen Klebstoffe stärken. Nach Angaben von Henkel belief sich der Umsatz von ‚The Original‘ im Jahr 2022 auf rund 100 Millionen US-Dollar. Die FTC sieht jedoch in der Übernahme eine Gefahr für den Wettbewerb, insbesondere bei Klebstoffen, die in der Automobil- und Elektronikindustrie verwendet werden.

Wettbewerbsbedenken der FTC

Die FTC erklärte, dass die Übernahme zu einer Marktkonzentration führen würde, die den Verbrauchern schaden könnte. „Wenn Henkel ‚The Original‘ übernimmt, würde dies den Wettbewerb auf dem Markt für bestimmte Klebstoffe verringern und zu höheren Preisen sowie geringerer Innovation führen“, sagte ein Sprecher der FTC. Die Behörde betonte, dass Henkel und ‚The Original‘ direkte Wettbewerber in diesem Segment seien. Henkel wies die Vorwürfe zurück und kündigte an, sich gegen die Klage zu wehren. „Wir sind überzeugt, dass die Übernahme wettbewerbsrechtlich unbedenklich ist und werden unsere Position vor Gericht vertreten“, erklärte ein Henkel-Sprecher.

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Auswirkungen auf Henkel

Die Klage der FTC stellt einen Rückschlag für die Expansionspläne von Henkel dar. Der Konzern hatte zuletzt verstärkt in den Bereich der industriellen Klebstoffe investiert, um von der wachsenden Nachfrage aus der Automobil- und Elektronikbranche zu profitieren. Analysten sehen in der Blockade einen potenziellen Verlust von Marktanteilen für Henkel. Die Aktie des Unternehmens reagierte am Mittwoch mit leichten Kursverlusten. Die FTC fordert nun eine einstweilige Verfügung, um die Übernahme vorerst zu stoppen, bis das Verfahren abgeschlossen ist.

Hintergrund des Kartellrechts

Die FTC ist eine unabhängige US-Behörde, die für die Durchsetzung des Wettbewerbsrechts zuständig ist. Sie kann Fusionen und Übernahmen blockieren, wenn sie eine erhebliche Beeinträchtigung des Wettbewerbs befürchtet. In den vergangenen Jahren hat die Behörde verstärkt gegen Unternehmenszusammenschlüsse vorgegangen, insbesondere in technologienahen Branchen. Der Fall Henkel zeigt, dass auch europäische Konzerne zunehmend ins Visier der US-Kartellwächter geraten.

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