USA verhängen 25-Prozent-Zoll auf brasilianische Importe ab 22. Juli
USA verhängen 25-Prozent-Zoll auf brasilianische Importe

Die US-Regierung erhebt ab dem 22. Juli 2026 einen Zoll von 25 Prozent auf bestimmte Importe aus Brasilien. Grundlage ist eine einjährige Untersuchung des US-Handelsbeauftragten (USTR), die Brasilien unfaire Handelspraktiken attestiert. Die brasilianischen Praktiken seien „unzumutbar und diskriminierend“ und schränkten die Wettbewerbsfähigkeit amerikanischer Landwirte, Arbeitnehmer und Exporteure ein, hieß es in einer Mitteilung des USTR auf X.

Ausnahmen und mögliche Rücknahme der Zölle

Ausgenommen seien etwa Produkte, die in den USA nicht ausreichend vorhanden seien oder eine besonders sensible Lieferkette hätten, teilte ein US-Regierungsbeamter mit. Dazu zählen demnach Erdöl und Gas, Rindfleisch, Orangensaft sowie bestimmte Flugzeugteile. Fällig seien die Zölle ab nächster Woche Mittwoch. Zudem kritisieren die USA angebliche Hemmnisse für ihre Tech-Konzerne und Finanzdienstleister, die in Brasilien mit unfairen Restriktionen zu kämpfen hätten. Schaffe die brasilianische Regierung die unfairen Praktiken ab, würden die Zölle wieder zurückgenommen, sagte der Regierungsbeamte.

US-Regierung zahlt Milliarden an Zöllen zurück

Nach dem wegweisenden Urteil des Supreme Courts hat die US-Regierung unter Präsident Donald Trump Milliarden an Zöllen wieder zurückgezahlt. Insgesamt wurden von Oktober 2025 bis Ende Juni rund 81,3 Milliarden US-Dollar (knapp 72,9 Mrd Euro) erstattet, wie aus Daten des Finanzministeriums hervorgeht. Im Vergleichszeitraum des vorigen Jahres lag die Summe noch bei knapp 5,3 Milliarden Dollar.

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Trump ordnet Handelsstopp gegen Spanien an

US-Präsident Donald Trump ordnet einen vollständigen Handelsstopp mit Spanien an. Er habe Finanzminister Scott Bessent angewiesen, jeglichen Handel mit dem Land einzustellen, sagt Trump vor dem Nato-Gipfel in Ankara. Er bezeichnet Spanien als „schrecklichen Partner“ in der Militärallianz. „Ich will keine Geschäfte mit ihnen machen“, erklärt Trump bei einem Auftritt an der Seite von Nato-Generalsekretär Mark Rutte. „Spanien ist ein schrecklicher Partner in der Nato. Die machen nicht mit. Die zahlen nicht. Ich will nichts mit Spanien zu tun haben.“

EU weist Trump-Drohung zurück

Die EU-Kommission hat von US-Präsident Donald Trump als Reaktion auf mögliche europäische Digitalsteuern angedrohte Zölle als ungerechtfertigt zurückgewiesen. „Sollten solche Maßnahmen ergriffen werden, wird die EU rasch und entschlossen reagieren, um ihre Rechte und ihre regulatorische Autonomie zu verteidigen“, teilte ein Sprecher mit.

Trump droht europäischen Staaten wegen Digitalsteuern mit Zöllen

US-Präsident Donald Trump hat im Streit um eine Digitalsteuer für amerikanische Unternehmen mit hohen Zöllen gedroht. Gegen jedes Land, das eine solche Steuer erhebt, würden die USA unverzüglich einen Zollsatz von 100 Prozent auf alle in die Vereinigten Staaten von Amerika gelieferten Waren verhängen, teilte Trump am Freitag auf seiner Plattform Truth Social mit. Trump richtete die Drohung speziell gegen europäische Staaten. Die neuen Zölle würden alle bestehenden oder geplanten Handelsabkommen mit den USA außer Kraft setzen. Frankreich erhebt seit 2019 eine Digitalsteuer von drei Prozent auf die Umsätze großer Technologiekonzerne. Der französische Präsident Emmanuel Macron hatte in der vergangenen Woche vor dem G7-Gipfel betont, sein Land werde sich dem Druck Trumps nicht beugen und die Abgabe beibehalten. Trump hatte angekündigt, andernfalls einen hundertprozentigen Zoll auf französischen Wein zu verhängen.

EU-Abgeordnete stimmen Umsetzung des US-Zolldeals zu

Das Europaparlament hat die vollständige Umsetzung des umstrittenen Zollabkommens mit den USA gebilligt. Die Abgeordneten stimmten in Straßburg mit breiter Mehrheit dafür, Zölle auf US-Industriegüter abzuschaffen und US-Meeresfrüchten sowie Agrarprodukten einen besseren Marktzugang zu gewähren.

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Gericht: US-Regierung darf globale Zölle vorerst weiter erheben

Ein Berufungsgericht hat der US-Regierung erlaubt, die im Februar eingeführten weltweiten Zehn-Prozent-Zölle vorläufig weiter zu erheben. Solange die rechtlichen Anfechtungen gegen die Abgaben durch die Gerichte laufen, dürfen die Zölle bestehen bleiben. Das Bundesberufungsgericht in Washington ermöglichte der Regierung von US-Präsident Donald Trump damit am Donnerstag einen Etappensieg und kam zu dem Schluss, dass ihre Position „wahrscheinlich in der Sache Erfolg haben wird“. Im Zentrum des Falls stehen vorübergehende weltweite Zölle in Höhe von zehn Prozent, die Trump nach einer Entscheidung des Supreme Court im Februar eingeführt hatte. Dieser hatte zuvor noch weitreichendere, zweistellige Zölle aufgehoben, die der Präsident im vergangenen Jahr auf nahezu alle Länder verhängt hatte. Die neuen Zölle, die auf Grundlage des Handelsgesetzes von 1974 eingeführt wurden, sollen am 24. Juli auslaufen. Dem Gesetz zufolge können sie für maximal 150 Tage verhängt werden – danach ist eine Zustimmung des Kongresses erforderlich.

Trump stellt Handelsabkommen mit Mexiko und Kanada infrage

Präsident Donald Trump hat erklärt, das Freihandelsabkommen der USA mit Kanada und Mexiko (USMCA) nicht verlängern zu wollen. Damit könnten monatelange oder jahrelange Neuverhandlungen über zentrale Bereiche wie die Automobilindustrie bevorstehen. Der 1. Juli gilt als Frist für eine automatische 16-jährige Verlängerung des Abkommens – eine Option, die angesichts der seit Trumps Amtsantritt eskalierenden Handelsstreitigkeiten ohnehin als unwahrscheinlich galt. Ohne Verlängerung tritt das Abkommen in jährliche Überprüfungsrunden ein, bleibt aber bis zu einem Jahrzehnt in Kraft, sofern kein Land vollständig austritt. Trump begründete seine Entscheidung mit einer klaren Machtposition: „Wir brauchen nichts, was Kanada oder Mexiko hat – aber die brauchen alles, was wir haben“, sagte er am Mittwoch im Weißen Haus. Die USA würden ohne das Abkommen deutlich besser dastehen.

USA schlagen 25-Prozent-Zoll auf Brasilienimporte vor – Lula empört

Die US-Regierung hat Zölle in Höhe von 25 Prozent auf Importe aus Brasilien vorgeschlagen. Zur Begründung hieß es in Washington, die zehntgrößte Volkswirtschaft der Welt verwende unangemessene Handelspraktiken, die den US-Handel belasteten oder einschränkten. Der brasilianische Präsident Luiz Inácio Lula da Silva sagte, er habe die Entscheidung mit Empörung aufgenommen. Lula machte seinen Rivalen bei der Wahl im Oktober, Senator Flávio Bolsonaro, der kürzlich Washington besuchte, für die Entscheidung der US-Regierung verantwortlich. Der Senator ist der Sohn des ehemaligen Präsidenten Jair Bolsonaro, der einst von seinen Verbündeten als „der Trump der Tropen“ bezeichnet wurde.

Trump verringert Zölle auf bestimmte Metallprodukte

US-Präsident Donald Trump hat eine Verordnung zur Anpassung von Zöllen auf bestimmte Kupfer-, Aluminium- und Eisenimporte unterzeichnet. Das teilte das Weiße Haus am Montagabend mit. Demnach werden die US-Zölle für einige landwirtschaftliche Geräte von 25 auf 15 Prozent gesenkt. Für bewegliche Industrieausrüstung wie Bulldozer und Gabelstapler gilt künftig ein Zollsatz von 15 Prozent, wenn „sie aus bestimmten Ländern mit Handelsabkommen importiert werden, die Anspruch auf eine solche Behandlung haben“. Zudem können ausländische Unternehmen einen ermäßigten Zollsatz von zehn Prozent erhalten, wenn mindestens 85 Prozent des Gewichts ihrer Güter aus in den USA hergestelltem Stahl oder Aluminium bestehen. Die Änderungen sollen bis zum 31. Dezember 2027 gelten, um kurzfristige Investitionen anzukurbeln und die industrielle Basis der USA wieder aufzubauen, hieß es in der Mitteilung des Weißen Hauses.